Dynamo belohnt sich in Cottbus nicht
Die Dynamos haben sich mal wieder selbst um einen Sieg gebracht. Im Kellerduell bei Energie Cottbus sind die Schwarz-Gelben nicht über ein torloses Unentschieden hinaus gekommen. Das Team von Trainer Olaf Janßen war die spielbestimmende Mannschaft. Vor dem Tor der Lausitzer versagten aber einmal mehr die Nerven. Exemplarisches Beispiel ist Idir Ouali, der einen Elfmeter verschoss. Seit 13 Spielen hat die SGD jetzt nicht mehr gewonnen und zum insgesamt 16. Mal Unentschieden gespielt.Ouali verschießt aus elf MeternAuf drei Positionen veränderte Trainer Olaf Janßen seine Startelf nach dem schwachen 0:0 gegen Sandhausen. Für Dedic, Poté und Grifo rückten Koch, Stefaniak und Menz in die Anfangself.Für Marvin Stefaniak war es die erste Berufung in der Startelf in seiner noch jungen Zweitliga-Karriere. Janßen erhoffte sich von seiner Aufstellung insgesamt mehr Flexibilität. Stefaniak dankte es dem Trainer beinahe auch in der achten Spielminute. Rene Renno im Cottbuser Tor konnte den Schuss des 19-Jährigen allerdings noch parieren. Diese Torchance sollte aber der Wachmacher für die SGD sein, die fortan das Heft des Handelns in die Hand nahm. Nach 30 Minuten scheiterten dann allerdings auch Tobias Kempe und Idir Ouali aus guten Positionen.In der 36. Minute war Dynamo dann im Glück. Nach einem Stellungsfehler von Toni Leistner kam Fetsch an den Ball, ließ Bregerie noch aussteigen und zog ab. Aus kurzer Distanz zeigte Benjamin Kirsten aber einen starken Reflex und verhinderte so die unverdiente Führung für die Lausitzer. Nur wenige Minuten später hatte die Janßen-Elf selbst die Führung auf dem Silbertablett serviert bekommen. Thorsten Schulz fiel bei einem Zweikampf in der 43. Minute im Cottbuser Strafraum. Schiesridchter Günter Perl zögerte nicht lange und zeigte auf den Elfmerterpunkt.Es war die Chance für die SGD endlich die verdiente Führung zu erzielen.ö Vor der Partie war abgesprochen, dass Kapitän Romain Bregerie schießen soll, da Zlatko Dedic als etatmäßiger Elfmeterschütze auf der Bank saß. Der Franzose fühlte sich aber nicht sicher genug und überließ Idir Ouali den Ball. Ein folgenschwerer Fehler. Der Flügelflitzer scheiterte. Bregerie entschuldigte sich dafür nach der Partie bei Trainer Olaf Janßen.Beinahe hätte Ouali seinen Fehler aber noch vor dem Pausenpfiff wieder gut gemacht. In der 45. Minute scheiterte er aber erneut, diesmal per Volley an Renno.Koch auf's Tor - Takyi für Cottbus an den PfostenIm zweiten Durchgang brauchte die Partie um wieder etwa an Fahrt aufzunehmen. Wenn es aber gefährlich wurde, dann waren es die Dynamos. In der 66. Minute versuchte es Robert Koch mit einem Distanzschuss, der aber nur auf dem Cottbuser Tor landete. Das nahm Charles Takyi auf der Gegenseite ebenfalls zum Anlass, es mal aus der Ferne zu probieren. Der Mittelfeldspieler setzte die Kugel aus 35 Metern - zum Glück der Schwarz-Gelben - aber an den Pfosten.In der Schlussphase ging es dann hin und her, ohne dass beide Teams aber nochmal ernsthafte Torgefahr erzwingen konnten. Am Ende trennten sich Energie Cottbus und Dynamo Dresden damit im umkämpften Kellerduell auch torlos.Eine unschöne Szene gab es dann noch nach dem Spiel. Beim Abgang des Schiedsrichtergespanns wurde Assistent Thomas Stein von einem Feuerzeug aus dem Cottbuser Fanblock getroffen und musste minutenlang behandelt werden. Das und die kleine Pyroshow im Gästeblock zu Spielbeginn waren die einzigen negativen Begleitumstände der Partie.