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DVB testen neue Fahrschein­automaten

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An Bus- und Straßen­bahn­hal­te­stellen in Dresden stehen bald neue Ticket­au­to­maten. Der erste neue Automat kann an diesem Wochen­ende im Verkehrs­mu­seum getestet werden. Ab Dienstag werden dann acht weitere Automaten ausge­stellt. Bis August läuft unter anderem an der Prager Straße, am Albert­platz und an der Bunsen­straße die Testphase. Danach werden alle alten Ticket­ma­schinen im Stadt­ge­biet ersetzt. Die neuen Automaten werden über einen Touch­screen bedient. Bezahlen kann man mit allen Karten (EC- und Kredit­karte) und auch Münzen und Bargeld nimmt der Automat. Insge­samt kosten die rund 150 neuen Geräte rund 4,9 Millionen Euro.Bedie­nung soll einfach bleibenWer die bishe­rigen Automaten mit ihren vielen Tasten bedienen konnte, braucht vor den neuen keine Angst zu haben, teilten die DVB mit. Ein Touch­screen dient als zentrales Einga­be­feld. Schon auf dem Start­bild­schirm werden die zehn meist­ge­kauften Fahrscheine angeboten. Sie machen knapp 90 Prozent aller an Automaten gekauften Tickets aus, hieß es. Über ein Auswahl­menü findet man bei Bedarf aber das gesamte Fahrschein­sor­ti­ment inner­halb des VVO. Neben Deutsch als Standard wird mit Ende des Pilot­be­triebes auch Englisch angeboten. Russisch, Tsche­chisch und Polnisch folgen spätes­tens 2018, so der Plan. Für Fahrgäste mit einge­schränktem Sehver­mögen gibt es eine verein­fachte Ansicht mit extra großer Schrift.  Bargeld­lose Bezah­lung möglichEine wichtige Neuerung besteht in der Erwei­te­rung von Bezahl­mög­lich­keiten. Die bekannte Münz- und Bankno­te­n­an­nahme bleibt. Je nach Rückga­be­summe gibt es aber jetzt auch Banknoten im Wert von fünf oder zehn Euro als Wechsel­geld zurück. Ebenfalls neu ist die Möglich­keit, jeden Betrag mit Giro- und Kredit­karte bezahlen zu können. Die Suche nach Bargeld ist damit kein Thema mehr. Technisch lässt sich der Automat in Zukunft noch aufrüsten. Zum Beispiel besitzt er bereits kontakt­lose Karten­leser und einen Barcode-Scanner. Das bietet Optionen für spätere Marke­ting­ak­tionen wie Kombi­ti­ckets, den Kauf von Eintritts­karten für Veran­stal­tungen oder das kontakt­lose Bezahlen.  DVB erhoffen sich mehr Zuver­läs­sig­keitAlle neuen Ticket-Automaten sind vernetzt. Gehen nachzu­fül­lende Bestände wie Fahrschein­pa­pier oder Wechsel­geld zur Neige, meldet sich das Gerät automa­tisch in der DVB-Leitstelle. So kann der Service vor Ort sein, bevor der Automat außer Betrieb geht, hieß es. Ebenso verhält es sich mit techni­schen Fehler­mel­dungen oder unbefugten Zugriffen. Umgekehrt kann man ein neues Fahrschein­sor­ti­ment oder Tarifän­de­rungen zentral in alle Geräte einspeisen.