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  • Feierliche Übergabe: VVO-Chef Burkhard Ehlen, Verkehrsminister Martin Dulig, der 100.000ste Deutschlandticket-Kunde Harald Wünsch und DVB-Chef Andreas Hemmersbach (v.l.n.r.).

DVB begrüßen 100.000sten Deutschlandticket-Kunden

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Zwei Monate nach Start ist das Interesse an dem Deutschlandticket auch in der Dresdner Region weiterhin hoch. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben nun das 100.000ste Ticket verkauft. Dieses ging an den langjährigen Abo-Kunden Harald Wünsch. Er wolle das Ticket vor allem auch für Städtereisen nutzen, sagte der 76-jährige.

Zum Jubiläum durfte Harald Wünsch erstmals eine Straßenbahn selbst durch Dresden fahren, natürlich unter der Aufsicht eines Fahrleiters. Dabei handelte es sich um eine neu beklebte Bahn, die für den Kauf des Deutschlandtickets wirbt.

Fast täglich 800 neue Verkäufe für Deutschlandticket

Wie uns Andreas Hemmersbach sagte, gebe es derzeit täglich fast 800 Neuanträge für das Deutschlandticket in der Dresdner Region. Hemmersbach rechnet damit, dass sich die Verkäufe sogar noch annähernd verdoppeln werden.

Von den 100.000 Verträgen handelt es sich um 27.000 Neuverträge und 15.000 Jobtickets, Tendenz steigend. Die Möglichkeit für Dresden-Pass-Inhaber, auch ein preisreduziertes Deutschlandtickets zu beantragen, wird derzeit noch verhandelt.  Knapp ein Drittel der "klassischen" DVB-Abonnenten ist bereits zum Deutschlandticket gewechselt.

Bitterer Beigeschmack: DVB kämpfen mit Finanzierungslücke

"Auch wenn wir uns über das große Interesse am Deutschlandticket freuen – mit der erheblichen Preisabsenkung fehlen uns Ticketeinnahmen. Diese Finanzierungslücke wird wohl nur zum Teil von den Ausgleichszahlungen des Bundes aufgefangen", schätzt Andreas Hemmersbach die Situation ein. "Wir brauchen von dort aber die verlässliche Aussage für eine Planungssicherheit."

Auch Verkehrsminister Martin Dulig betonte, dass das gute Angebot allein nicht ausreiche. Damit viele Kunden langfristig umsteigen, müsse das bestehende Angebot weiter ausgebaut werden - und dafür brauche es Geld. Sachsen mache sich beim Bund für die weitere Finanzierung stark. "Sowohl die Fahrgäste als auch die Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger brauchen Planungssicherheit."