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Durchsuchungen auch in Sachsen: Schusswaffen illegal im Internet gekauft

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Auf der Suche nach illegal im Internet gekauften Schuss­waffen haben Zollfahnder in elf Bundes­län­dern Wohnungen und Geschäfts­räume von 29 Verdäch­tigen unter die Lupe genommen. Bei den Durch­su­chungen wurden unter­schied­liche Waffen, Munition, Computer und Daten­träger sicher­ge­stellt, wie die General­staats­an­walt­schaft Frank­furt am Main am Dienstag berich­tete. Genaue Zahlen gab es zunächst nicht.Den Beschul­digten im Alter von 25 bis 72 Jahren wird zur Last gelegt, 2016 in einem auslän­di­schen Internet-Shop Waffen zum Verschießen von Hartgum­mi­ge­schossen gekauft zu haben. Ihnen drohen wegen Verstößen gegen das Waffen­ge­setz bis zu fünf Jahren Haft oder eine Geldstrafe.Für den Kauf und den Besitz der Pistolen und Gewehre für Hartgum­mi­ge­schosse ist in Deutsch­land eine Erlaubnis notwendig. Die Verwen­dung dieser Waffen kann zu erheb­li­chen Körper­ver­let­zungen führen. Bei der Durch­su­chung seien auch einige andere Schuss­waffen gefunden worden, sagte Oberstaats­an­walt Georg Ungefuk.Der Internet-Shop soll von Ungarn aus betrieben worden sein. Die Staats­an­walt­schaft Berlin hat die Feder­füh­rung bei den Ermitt­lungen gegen das Geschäft. Festge­nommen wurde niemand. Die durch­suchten Räume sind außer in Hessen in Baden-Württem­berg, Bayern, Berlin, Branden­burg, Nieder­sachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. (DPA)