Dulig setzt auf Zusammenarbeit mit Kanada im Wasserstoffsektor

Zuletzt aktualisiert:

Der Freistaat Sachsen setzt beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft auch auf eine transatlantische Kooperation. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat bei einer einwöchigen Auslandsreise in den Provinzen Québec, Alberta und British Columbia nach Angaben vom Sonntag Kontakte dazu angebahnt. Die Delegation, zu der auch Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft gehörten, informierte sich über Strategien, aber auch über die Entwicklung alternativ betriebener Lastwagen oder die Herstellung von Hochleistungs-Brennstoffzellen in Firmen.

Beide Länder wollten Wasserstofftechnologien gemeinsam vorantreiben, sagte Dulig. Sie arbeiten nach seinen Angaben an den gleichen Themen, Forschung und Technologie spielten in einer Liga wie bei der Brennstoffzellen-Herstellung. Kanada sei ein Land mit vielen natürlichen Ressourcen und zugleich ein verlässlicher Partner. Man sei sich einig, dass die Transformation des Energiesektors, der Mobilität und der Industrie nur mit Wasserstoffanwendungen im industriellen Maßstab funktioniert.

"In dieser internationalen Vernetzung liegt eine einmalige Chance", sagte Dulig. Denn Wasserstoff spiele eine Schlüsselrolle für eine stabile Energieversorgung des Kontinents, für die Klimaschutzziele der Länder und die Dekarbonisierung der Industrie. In der widerstandsfähigen Wasserstoffwirtschaft liege zudem enormes Wachstums- und Beschäftigungspotenzial. "Darüber hinaus ist eine hohe, kosteneffiziente Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien und grünem Wasserstoff zukünftig entscheidend für die Standortsicherheit und -auswahl der Industrie." (dpa)