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Dulig attestiert SPD desolaten Zustand

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Martin Dulig bleibt Chef der Sächsischen SPD. Bei einem Landesparteitag in der Messe Dresden erhielt er rund 84 Prozent der Stimmen, er erzielte dabei in etwa das selbe Ergebnis wie vor zwei Jahren.

Angesichts der letzten Wahlergebnisse und Prognosen attestierte Dulig seiner Partei einen Desolaten Zustand. Die SPD befinde sich in einer tiefen Glaubwürdigkeits- und Vertrauenskrise, sagte Dulig. Man mache sich aber lächerlich, wenn man nach jeder krachenden Wahlniederlage und nach jedem neuen Tiefstand in Umfragen immer nur sage, dass man nun zur Sacharbeit zurückkehren müsse.Dennoch machte Dulig seinen Genossen Mut: „Verzagtheit macht klein. Die Idee der Sozialdemokratie ist größer.“ Der größte politische Gegner der SPD sei weder die CDU noch die Linke und auch nicht die AfD. „Unser größter politischer Gegner ist die Angst.“ Dulig rief seine Partei auf, sich aus der „Geiselhaft“ der AfD zu befreien. Die AfD habe es bereits geschafft, die politische Agenda zu verschieben, obwohl sie nicht regiert. Sie scheine für manche politischen Entscheidungen und für zu viele Medien und Journalisten zum Maßstab der Politik geworden zu sein: „Wir müssen uns von der Angst vor der AfD befreien, weil die Angst die eigentliche Macht dieser Partei ist.“ Wichtiger sei es, dass die Menschen in Sachsen die SPD aus Überzeugung wählen, nicht nur aus taktischen Gründen.Der Bundes-SPD riet Dulig dringend, für die Menschen im Osten Lösungen und Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Die Ungerechtigkeiten der Nachwendezeit würden nun aufbrechen, sagte der Ostbeauftragte seiner Partei und stellte zugleich klar: „Alle Erklärungen zum fehlenden Respekt vor den Lebensleistungen vieler Menschen im Osten und den Ungerechtigkeiten, die sie scheinbar oder tatsächlich erlitten haben, dürfen nie zur Rechtfertigung für rassistisches, antisemitisches, homophobes und menschenverachtendes Verhalten herhalten.“ (mit dpa)