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DSC-Meeting: Karl Bebendorf stellt neuen Rekord auf

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Vor mehreren tausend Zuschauern ist das traditionsreiche DSC-Meeting  am Samstag ins neue Heinz-Steyer-Stadion zurückgekehrt. Und das mit einem Paukenschlag am späten Abend: 3000m-Hindernis-Spezialist Karl Bebendorf hatte sich vorgenommen, in seinem „Wohnzimmer“ den deutschen Rekord über die bei den Erwachsenen seltener gelaufenen 2000m Hindernis zu knacken.

EM-Dritter Bebendorf setzt Ausrufezeichen:

In 5:20,03 Minuten unterbot er die Bestmarke von Marc Ostendarp aus dem Jahr 1998 um mehr als fünf Sekunden.

„Es hat sich überragend angefühlt. Ich habe gespürt, dass ich ordentlich was in den Beinen habe. Ich hatte selten eine Runde vor Schluss schon das Gefühl, innerlich jubeln zu können“, sagte der 29-Jährige, der direkt aus dem Trainingslager aus dem schweizerischen St. Moritz angereist war. „In meinem Alter geht es nicht mehr nur um Titel, ich wollte hier Geschichte schreiben. Ich habe noch einiges vor dieses Jahr und das war ein guter Auftakt dafür“, sagte Bebendorf, der von den Zuschauern mit Standing Ovations gefeiert wurde. „Dass ich hier jetzt endlich wieder öfter laufen kann, wo vor 20 Jahren alles mit ein paar Läufen über Bananenkisten angefangen hat, ist einfach mega schön und ich freue mich schon am kommenden Sonntag beim Goldenen Oval wieder hier zu sein.“

Neuer Meeting-Rekord

Insgesamt 680 Athleten und Athletinnen starteten bei der 35. Auflage des Meetings, welche die Abteilung Leichtathletik gemeinsam mit der Laufszene organisierte.

Weitere Siege für DSC

Über die 400m Hürden knacke Vivienne Morgenstern in 57,67 Sekunden  die Norm für die U23-Europameisterschaften in Bergen im Juli. „Ich war vorher noch etwas krank, weshalb mir am Ende des Rennens noch die Konstanz gefehlt hat, aber die Zuschauer haben mich durch die letzte Kurve getragen“, sagte Vivienne Morgenstern.

Einen Überraschungssieg landete auf der gleichen Strecke ihr Trainingskollege Kevin Joite, der bislang über die 400m flach unterwegs war und dort einen Deutschen Hallenmeistertitel und Bronze bei der U23-EM mit der Staffel feiern durfte. In 51,13 Minuten holte er sich bei seiner Premiere den Sieg im heimischen Stadion. „Ich wollte das mal probieren und werde künftig beide Strecken laufen und sehen, wo ich erfolgreicher bin“, kommentierte der 25-Jährige.

Freude über Bronze-Plätze 

Im Dreisprung startete der Dritte der Deutschen Meisterschaften 2024, Pascal Boden, mit 15,37 Meter und Platz drei in die Saison. Bronze gab es zudem für seine Vereinskollegin Emilia Grahle über 800 Meter in 2:10,79 Minuten.