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Drittes Leck bei Abwasser-Havarie an der Talsperre Malter

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An der Talsperre Malter kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen die Abwasserhavarie. Drei Schadstellen wurden inzwischen ausfindig gemacht, sie werden jetzt freigelegt und sollen von einer Spezialfirma repariert werden. Zuvor hatten THW und Feuerwehr eine Überbrückungsleitung gelegt.

Ursache für die Havarie ist Materialermüdung, sagte uns die Oberbürgermeisterin von Dippoldiswalde, Kerstin Körner. Sie hat einen Krisenstab eingerichtet, der die Arbeiten koordiniert.

Das erste Leck in der Abwasserleitung war am Samstag entdeckt worden. Zu diesem Zeitpunkt war das gesamte Abwasser der Stadt Dippoldiswalde auf dem Weg zum Klärwerk Seifersdorf ausgetreten. Mit Sandsäcken und Sperren wurde eine Art Teich errichtet, der regelmäßig abgepumpt wurde. Inzwischen tritt aus den Rohren nichts mehr aus, so Körner weiter.

In Dippoldiswalde gibt es wegen der Abwasserhavarie weitere Verkehrseinschränkungen. Die Weißeritzstraße ist ab sofort Einbahnstraße, dafür wurde die Dr.-Friedrichs-Straße beidseitig freigegeben. Des Weiteren gilt auf der Talsperrenstraße im Bereich des Feuerwehrgerätehauses Dippoldiswalde die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h.

Das ist notwendig, weil das Abwasser jetzt vorübergehend mit Tanklastern durch die Stadt gefahren wird. Die beschädigte Leitung musste komplett vom Netz genommen werden, sagte uns Oberbürgermeisterin Kerstin Körner.