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Dresdner Zauberschloss geht neue Wege

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Das Schönfelder Schloss im Osten der Landeshauptstadt ist das einzige Zauberschloss nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa. Sein Name ist auf dem Globus bekannt. ob in Peking, Tokio oder Las Vegas. In Europa sowieso.

Der Verein Kunst und Kultur hat das Schloss Schönfeld komplett gemietet. Jetzt will er neue Wege gehen, arbeitet an einem passenden Konzept. „Wir wollen noch wirksamer in die Öffentlichkeit gehen“, sagte Vereinschef Karl-Heinz Kaiser, der selbst 54 Jahre Zauberkünstler war. Die Zauberkunst soll dabei weiter im Zentrum stehen.

Gedacht ist an Aufführungen von Operetten und ein Landkino. Möglich sein sollen Seminare und Feiern von Firmen. Seit 2005 trifft sich hier die Elite der Zauberkunst aus Sachsen, Deutschland und der Welt. Darunter aus Österreich, der Schweiz, den USA, Belgien, Holland und Argentinien. Bis zur Corona-Pandemie waren die Aufführungen teils schon ein dreiviertel Jahr vorher ausverkauft. Mit Corona kam der Absturz.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert hörte auch von diesem Einbruch in seiner Stadt, besuchte das Schloss und bot Hilfe an. Danach ging es wieder bergauf. Der Stadtrat beschloss daraufhin, dass ein zukunftsweisendes Konzept erarbeitet wird. Für die 25 Mitglieder des Vereins wird die Verwirklichung zu einer Mammutaufgabe, zumal alle ehrenamtlich tätig sind. Da sie stets auf Spenden angewiesen sind, stehen ihnen Sponsoren zur Seite.

In dem Renaissance-Schloss, erbaut im 16. Jahrhundert, wurde nicht immer gezaubert. Nach dem Krieg kamen hier Wohnungssuchende, ein Landkino, eine Kartonagen-Fabrik Bibliothek, Schule sowie Druckerei unter. Erzählt wird auch, dass hier die erste deutsche Zeitung nach dem Krieg gedruckt wurde - die Sächsische Zeitung.