Dresdner Tatort begeistert Touristiker
Der neue Dresdner Tatort (Level X) zum Mord an einem Internetstar hat wieder Millionen Menschen vor den Fernseher gelockt. Mit einem Marktanteil von 22,4 Prozent war der Tatort Quotensieger am Sonntag. Die absolute Zahl der Zuschauer von 6,94 Millionen war allerdings durchschnittlich. Andere Ermittlerteams wie beispielsweise das Tatort-Team aus Münster holen regelmäßig deutlich stärkere Quoten.Touristiker Jubeln Die Sprecherin der Dresden Marketing GmbH, Karla Kallauch, freute sich bei uns im Interview über die Werbung für Dresden. "Die Filmemacher setzen die Wahrzeichen der Stadt toll ins Bild", sagte Kallauch. Gezeigt wurden beispielsweise ein Dampfer der sächsischen Dampfschifffahrt, Theaterplatz mit Semperoper und Hofkirche, Brühlsche Terrasse, aber auch die Versöhungskirche in Striesen. Besonderes Highlight waren zudem Szenen aus der ehemaligen Robotron-Kantine. Über den Erhalt oder Abriss des Gebäudes wird seit einiger Zeit diskutiert.Viel Kritik im NetzIm Netz dagegen hagelte es viel Kritik. Soziale Medien waren ein zentrales Thema in dem neuen Streifen. Die Liveübertragung eines Verbrechens im Netz ist inzwischen in den USA Realität, ansonsten hielten viele Nutzer die Darstellung für überzeichnet und unglaubwürdig. So wurde gespottet, man müsse nach Dresden ziehen, um so viel Datenvolumen zu haben. Immer wieder gab es auch Kritik an dem übertriebenen Einsatz von Jugendsprache. Der Drehbuchautor müsse wohl über 60 sein, so eine Reaktion bei Twitter.
An alle Twitterer: Wir müssen ein bisschen aufpassen was unsere Eltern da so im Fernsehen gucken! Die verblöden ja sonst völlig. #Tatort
— Memmo (@shlfilm) 11. Juni 2017
Wenn öffentlich rechtliche Medien versuchen Jugendsprache darzustellen...autsch #Tatort
— Der feine Herr (@Faustogan) 11. Juni 2017
Ich ziehe nach Dresden. Die scheinen da überall richtig gutes Netz zu haben. #Tatort
— Michaela (@Berlinerjoere) 11. Juni 2017