++ EIL ++

Dresdner stimmen über Vorschläge zum Neuen Verwaltungszentrum ab

Zuletzt aktualisiert:

Die Dresdner haben über die Entwürfe zum Neubau des Verwaltungszentrums auf dem Ferdinandplatz abgestimmt. Dafür konnten sie im Dezember an einer Online-Umfrage teilnehmen. Wie die Stadt mitteilte, steht nun das Ergebnis fest. Die fast 5.900 Teilnehmer haben sich eindeutig für den Wettbewerbsbeitrag Nummer 1 entschieden. Rund 60 Prozent bewerteten die Größe und die Fassadengestaltung des Entwurfs mit gut bzw. sehr gut. Die Umfrage und weitere Informationen finden Sie hier

Mit rund 2.500 war die Altersgruppe zwischen 32 und 51 Jahren am stärksten vertreten, gefolgt mit rund 1.300 Personen zwischen 21 und 31 Jahren. Auch 150 Teilnehmer unter 20 Jahren beurteilten den Entwurf und etwa 280 Personen über 65 Jahren.

Die gesamten Ergebnisse der Umfrage werden nun den Jurymitgliedern für die Finale Sitzung am 25. Januar zur Verfügung gestellt. Sie sollen in die Abschließende Entscheidung einfließen. Bis 2025 soll das Neue Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz stehen.

Die Stadt hat außerdem viele oft gestellte Fragen zum Neuen Verwaltungszentrum beantwortet:

Warum baut die Landeshauptstadt Dresden ein Neues Verwaltungszentrum?
Auf dem Ferdinandplatz soll bis 2025 das Neue Verwaltungszentrum entstehen. Die Dresdnerinnen und Dresdner erhalten so eine zentrale Anlaufstelle und kurze Wege bei Grundstücksanfragen, Bauanträgen oder Anliegen zu Mobilität und Klimaschutz. Mit der Wirtschaftsförderung und dem Fundbüro sind zwei weitere wichtige und häufig nachgefragte Dienstleistungen an diesem Ort zu finden. Die Agora als zentraler Empfangs- und Begegnungsraum ermöglicht den persönlichen Kontakt zwischen Bürgern und Verwaltung und schafft einen Raum für bürgerschaftliches Engagement.

Wäre es nicht wirtschaftlicher, sich in vorhandene Büroräume weiter einzumieten?
Der Bau des Neuen Verwaltungszentrums ist ein Projekt für einhundert Jahre. Die Stadt zahlt zwar zunächst Miete an ein städtisches Tochterunternehmen, erwirbt aber langfristig Eigentum. Damit befreit sie sich von den Preisentwicklungen für die Anmietung privater Büroflächen.Zudem wären ausreichend Flächen an einer zentralen Stelle nicht verfügbar. Die Büroflächen im ehemaligen Robotronareal sind von Seiten des Vermieters aufgrund eigener Investitionsabsichten gekündigt. Sie stehen längstens bis Ende 2025 zur Verfügung. Für etwa 900 Mitarbeiter müssen neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Sollten nicht zunächst die schon vorhanden maroden Bürogebäude saniert werden, bevor die Stadt einen Neubau beginnt? Wäre das nicht gerade aufgrund der finanziellen Belastungen nach der Corona-Pandemie der angemessenere Weg?
Die Stadt muss beides tun: das Neue Rathaus und das Ordnungsrathaus in der Theaterstraße sanieren und mit dem Bau des Verwaltungszentrums beginnen. Nur so kann die Landeshauptstadt ihre Dienstleistungen zentral in Gebäuden anbieten, die ihr selbst gehören. Damit spart Dresden auf lange Frist gesehen Mietausgaben und Steuergelder.  

Welchen Einfluss haben die Bürgermeinungen zu den beiden Entwürfen auf die endgültige Gestaltung des Verwaltungszentrums?
Die Auswertung der Bürgerbeteiligung wird an die Jurymitglieder zur finalen Sitzung übermittelt.
Die im Verfahren von Beginn an beteiligten Berater aus den Bereichen „Architektur“ und „Städtebau“ erhalten diese Auswertung ebenfalls vor ihrer Berichterstellung. So fließt die Meinung der Bürger über beide Wege ein.
Beide Wettbewerbsbeiträge erfüllen die umfangreiche Aufgabenstellung und halten die Preisobergrenze ein. Die beiden Entwurfsideen unterscheiden sich jedoch erheblich. Wir können zum Ende des langen Vergabeverfahrens zwischen zwei fachlich hochwertigen Lösungskonzepten, mit klar differenzierter Architektursprache wählen. Bis zur Beendigung des Verfahrens bleiben die Entwurfsverfasser anonym. Die Entscheidung der Jury soll nicht beeinflusst werden.