Dresdner Stadtentwässerung bittet um Shitstorm
Die Dresdner Stadtentwässerung 'bettelt' um einen "Shitstorm". Unter dem Hashtag #ReimScheisser sucht die Stadtentwässerung in einer neuen Werbekampagne lustige, schlüpfrige oder auch ernsthafte Sprüche und Gedichte zum Thema 'Müll im Klo'. Der Hintergrund ist ernst und könnte eine Erhöhung der Abwassergebühren in Dresden bedeuten: Immer mehr Müll im Klo - Gebühren könnten steigenImmer häufiger wandern Kunststofftücher (Hygienetücher), Windeln oder Essensreste in die Toilette. Das wird für die Dresdner Stadtentwässerung zum Problem. Täglich werden im Klärwerk Kaditz 7 bis 8 Tonnen Müll aus dem Abwasser gefischt. Die Tendenz ist steigend: jährlich um 20 Prozent, sagte Torsten Fiedler von der Stadtentwässerung. Die Kosten summieren sich inzwischen auf jährlich knapp 200.000 Euro für Müllbeseitigung (100.000 Euro) und Rattenbekämpfung in der Kanalisation. Ratten werden von Essensresten angelockt. Die Hygienetücher verstopfen immer wieder Pumpen, das führt zu Rückstau oder Schäden in der Kanalisation.#ReimScheisser - Kampagne gegen Müll im KloDeshalb wird nun eine Kampagne unter dem Motto 'Kein Müll ins Klo' gestartet. Auf der gleichnamigen Website und unter dem Hashtag #ReimScheisser werden lustige Sprüche gesucht. Per Twitter, Facebook und Instragram werden Reime zum Thema gesucht - die besten Sprüche werden im März prämiert. Die Werbekampagne wurde von der Dresdner Werbeagentur Jagdfieber entwickelt. Man rechne auch mit kritischen oder grenzwertigen Reaktionen, teilte die Stadtenwässerung mit. Dies nehme man aber in Kauf. Innerhalb weniger Minuten sammelten sich bereits zahlreiche Tweets mit Bezug zu Pegida unter dem Hashtag #ReimScheisser bei Twitter.Mehr Infos zu der Aktion: http://www.kein-muell-ins-klo.de