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Dresdner Schuldirektor Haubitz wird neuer Kultusminister

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Der Dresdner Schuldirektor und Chef des sächsischen Philologenverbandes Frank Haubitz wird neuer Kultusminister in Sachsen. Darüber informierte am Donnerstagmittag Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Haubitz ist derzeit Direktor am Gymnasium in Dresden-Klotzsche. Als Vorsitzender des Philologenverbandes kenne Haubitz die Themen und Aktuere bestens, teilte Tillich mit. Damit sei ein reibungsloser Übergang im Ministeramt garantiert. Er bringe hohe Glaubwürdigkeit und langjährigen Praxisbezug als Lehrer und Schulleiter mit.Viele Aufgaben warten auf HaubitzAuf den 59-jährigen Dresdner wartet ein ganzer Berg an Arbeit. Lehrermangel, Unterrichtsausfall, Investitionsbedarf in sächsische Schulen - der neue Ressortchef hat alle Hände voll zu tun und ist nicht zu beneiden. Dass der Parteilose als Fachmann mit Insider-Kenntnissen ins Amt kommt, dürfte hilfreich sein, so die Einschätzung der dpa.Von Haus aus ist Haubitz ein ausgebildeter Diplomlehrer für Mathematik und Geografie und arbeitet seit 34 Jahren als Lehrer. Nach seinem Pädagogikstudium an der Pädagogischen Hochschule Dresden unterrichtete er zu DDR-Zeiten an einer Polytechnischen Oberschule in Dresden und leitete diese nach der Wende noch bis 1993. Seitdem war er als Schulleiter des Gymnasiums Dresden-Klotzsche tätig. Haubitz ist verheiratet und hat ein Kind. Der Neue folgt auf Brunhild Kurth (CDU), die das Amt seit Frühjahr 2012 innehatte und vor den Herbstferien aus privaten Gründen abgab. Genau wie Haubitz trat sie seinerzeit als Parteilose in das Kabinett ein, wurde aber eineinhalb Jahre später Mitglied der CDU.Amtsübergabe ist am kommenden Montag in der Staatskanzlei.