Dresdner Restaurants arbeiten sauber
Die Dresdner Lebensmittelüberwachung stellt den Dresdner Gastronomen und Imbissen ein sehr gutes Zeugnis aus. Bei knapp 4000 Kontrollen sind im vergangenen Jahr rund 130 Betriebe beanstandet worden. Meist ging es um die unzureichende oder falsche Kennzeichnung im Bezug auf Zusatzstoffe oder Allergene im Essen. Aber auch die Hygiene wurde in einigen Fälle bemängelt. In einigen wenigen Fällen wurden auch gesundheitsgefährdente Erreger entdeckt. In Einzelfällen sind deswegen Imbisse und Gaststätten auch temporär geschlossen worden.Bilanz der Lebensmittelüberwachung2016 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung in den 3 981 kontrollierten Betrieben 127 Verstöße (2015 waren es 119) festgestellt. Beanstandet wurde vor allem die allgemeine Betriebshygiene, die Ordnung und die Sauberkeit (22 Prozent). Weitere 22 Prozent betrafen die Eigenkontrolle, die Dokumentationen sowie die Schulung des Personals zum Thema Lebensmittelhygiene. Nicht korrekt waren bei 19 Prozent der Lebensmittel deren Kennzeichnung und Aufmachung. Bei 17 Prozent der Lebensmittel stimmte die Zusammensetzung nicht. Die Kontrolleure haben im Jahr 2016 insgesamt 2 345 Proben in 810 Betrieben entnommen. Bei 359 Proben gab es Beanstandungen. Daraus resultierten 38 Bußgeldverfahren und 12 Strafanzeigen.Über 62 Prozent der Kontrollen fanden im Dienstleistungssektor statt, wie Restaurants, Küchen, Imbiss etc. Im Einzelhandel wurden 29,5 Prozent der Anbieter überprüft. Wer wird kontrolliert?26 Kontrolleure sind in Dresden unterwegs, zu dem Team gehören außerdem fünf amtliche Tierärzte und drei Lebensmittelchemiker. Sie kontrollieren auch in Betrieben, auf Märkten, Messen und bei Festen. 6.587 Betriebe insgesamt hat die Lebensmittelüberwachung in Dresden für die Kontrollen erfasst. 2016 sind von allen gelisteten Betrieben 3 981 kontrolliert worden. Dazu gehören Milchbetriebe, Gartenbaubetriebe, Weinerzeuger, Kühlhäuser sowie 2.175 Einzelhändler, wie Supermärkte, Bäckereifilialen, Drogerien und Internethandelsunternehmen; 1.362 Küchen von Restaurants, Hotels, sowie 502 Imbissbetriebe gehören ebenso dazu. Sogar Tagesmütter und Tagesväter werden kontrolliert. Auch 37 Fleischereien, 73 Bäckereien, 19 Konditoreien und 57 Speiseeishersteller stehen auf der Kontrolliste.Wie kann man sich eine Lebensmittelkontrolle vorstellen? Je nach Aufgabe und Größe des Objektes sind ein oder zwei Mitarbeiter vor Ort. Im Rahmen einer Plankontrolle gibt es in der Regel zuerst einen Betriebsrundgang. Hier werden Räume, bauliche und hygienische Ausstattung begutachtet und natürlich Ordnung und Sauberkeit. Überprüft werden die Lebensmittel, deren Temperaturen bei Lagerung und Verarbeitung, deren Haltbarkeit und Kennzeichnung der Inhaltsstoffe. Proben werden entnommen. Aber es geht vor Ort auch in die Büros, um beispielweise Wartungs- und Reinigungspläne zu prüfen oder Schulungsnachweise und Arbeitsanweisungen für Hygiene und Desinfektion. Kontrolliert wird auch, wie das Unternehmen die Eigenkontrolle realisiert. Ausgestattet sind die Lebensmittelkontrolleure mit mobiler Technik. Dazu gehören: Laptop, Hygienekleidung, geeichte Thermometer, Lupe, Fotoapparat, Probenahmegefäße, Kühltasche sowie Tupfer. Die Kontrollen sind in der Regel unangekündigt. Ausnahmen sind Neueröffnungen, hier sind die Kontrolleure bei der Abnahme dabei.