Dresdner Polizeipräsident trifft sich mit Kamerateam
Die Vorfälle bei der Anti-Merkel Demo in Dresden vor einer Woche kommen am Freitag erneut auf den Tisch. Der Dresdner Polizeipräsident Horst Kretzschmar hat das ZDF Kamerateam zu einem Gespräch eingeladen. Die Journalisten waren bei der Demonstration von Pegida und AfD für längere Zeit von der Polizei festgehalten und kontrolliert worden, nachdem ein Pegida Sympathisant nicht gefilmt werden wollte (den Bericht dazu finden Sie hier). Das Fernsehteam konnte erst nach einer dreiviertel Stunde weiterarbeiten. Daraufhin rollte eine Welle der Empörung durch ganz Deutschland (über die Reaktion der Polizei haben wir berichtet). Innenminister Roland Wöller hat gestern nach der Sitzung des Innenausschusses des Landtages schnelle Aufklärung versprochen. Dazu soll auch das Gespräch am Freitag beitragen.Auch Angela Merkel hat sich inzwischen zu dem Vorfall geäußert: Die von dem Pegida-Demonstranten beanstandeten ZDF-Fernsehaufnahmen seien erlaubt gewesen, so Merkel. Wer auf eine Demonstration gehe, „muss damit rechnen, dass er auch durch Medien dabei aufgenommen und beobachtet wird“, sagte die Kanzlerin am Donnerstag während eines Besuchs in der georgischen Hauptstadt Tiflis. Sie bekenne sich ausdrücklich zur Pressefreiheit. Sie habe bei ihrem parallelen Besuch in Dresden von der Demonstration nichts gesehen. (dpa)Inzwischen haben Unbekannte einer Mauer an Katy's Garage in der Dresdner Neustadt mit einem Graffiti besprüht, dass den Demonstranten zeigt.
#Pegidawirkt - Sächsische Polizeibeamte machen sich zur Exekutive von #Pegida / #AfD -Anhängern und behindern TV-Team, das für @ZDF@Frontal21 dreht. Hier ein Auszug, die polizeiliche Maßnahme dauerte ca. 45 min. Zeitungskollegen aus #Dresden berichten von ähnlichen Vorfällen. pic.twitter.com/m1erCDU9WJ
— Arndt Ginzel (@GKDJournalisten) 18. August 2018