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Dresdens Szeneviertel hat einen neuen Neustadtkümmerer

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Dresdens Szeneviertel hat einen neuen Neustadtkümmerer. Peter Thormeyer kümmert sich ab sofort um die Anliegen der Anwohner und Besucher der Neustadt. Der 33 Jährige wohnt selbst seit 12 Jahren in der Neustadt, hat Soziologie studiert und danach unter anderem als Journalist und Handwerker gearbeitet. Nun fungiert er als eine Art Bindeglied zwischen Stadt und Bürgern des Viertels. In seiner Amtszeit will er sich unter anderem mit der Situation der Obdachlosen oder den Konflikten zwischen Feiernden und Anwohnern beschäftigen. Antreffen kann man den neuen Neustadtkümmerer ab April jeden Mittwoch zur Kiezsprechstunde vor dem Blechschloss auf der Alaunstraße.

Für eine möglichst entspannte Freiluftsaison wollen Polizei und Stadt in diesem Jahr wieder gemeinsame Sache machen und haben dazu ein Konzept vorgestellt. Ziel ist es vorrangig, die Interessen der Anwohner und der Feiernden auf einen Nenner zu bringen. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Konflikten, weil sich unter anderem die Anwohner über Lärm und Müll beschwert hatten. Außerdem soll auch die Kriminalität weiter reduziert werden. „Ziel für 2024 ist es, das Auftragsgeschehen und die Kriminalitätsbelastung weiter zu reduzieren, um in mittelfristiger Perspektive die Kriminalitätsschwerpunkte nachhaltig einzudämmen und in der Folge das Sicherheitsgefühl der Anwohner sowie Besucher zu stärken.“, heißt es von Polizeirevierleiter Jürgen Kunath in einer Pressemitteilung der Stadt.

Demnach will die Polizei künftig verstärkt und vor allem zeitiger im Einsatz sein, um mögliche Konflikte zu entschärfen. Erste Einsätze sind schon ab April geplant. Außerdem geht in diesem Jahr ein Team von 25 „Nachtschlichtern“ an den Start. Gleichzeitig werden aber auch neue Angebote geschaffen, unter anderem durch vergünstigten oder freien Eintritt in Clubs. Die Maßnahmen aus den vergangenen Jahren hätten bereits positive Effekte erzielt. „Die Kriminalitätsstatistik zeigt einen Rückgang an Delikten im Viertel und auch das Konfliktteam der Nacht(sch)lichter konnte sich gut etablieren.“, so Kunath. 

Laut Polizei zieht es die Feiernden mittlerweile nicht mehr nur vorrangig an die „Schiefe Ecke“ (Louisenstraße/Görlitzer Straße). Aus dem letzten Jahr haben sich auch neue Schwerpunkte ergeben. Beliebt seien der Bereich Bautzner Straße/Alaunstraße und der Martin-Luther-Platz.

Audio:

Unsere Reporterin Chrissi Pesch hat mit Bezirksleiter André Barth gesprochen