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Dresdner nehmen Anteil an Brand in Notre-Dame

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Auch bei uns in Dresden wird Anteil genommen an dem schweren Brand in Paris. Im Institut Francias Dresden auf der Kreuzstraße sind in den Schaufenstern Bilder der Kathedrale von Notre Dame ausgestellt worden. Die Gäste wurden aufgefordert Fotos oder Andenken an ihren Parisbesuch auf der Facebook-Seite zu posten. Man sei sehr betroffen, sagte uns die Institutssprecherin. Sie selbst lebte auch in Paris, kennt die verwinkelten Gassen in der Altstadt. Die Franzosen seien sehr stolz auf Paris und die historische Bausubstanz. Sie hoffe, dass ähnlich wie bei der Frauenkirche bei uns in Dresden, nun auch für Notre Dame internationale Spendenaktionen anlaufen.

Kretschmer wirbt für Engagement für Wiederaufbau

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat nach dem verheerenden Brand in der Kathedrale für Engagement beim Wiederaufbau geworben. „Wenn wir einen Beitrag leisten können, ganz persönlich, ganz individuell, dann sollten wir das tun“, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung auf dem
Twitter-Kanal Kretschmers.

Die Rekonstruktion der verwüsteten Kathedrale sei eine kontinentale Aufgabe. „Beim Wiederaufbau ist die Solidarität ganz Europas gefragt“, hieß es weiter in dem von Kretschmers Team veröffentlichten
Tweet. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hatte bereits angekündigt, dass die Gotik-Kirche wieder aufgebaut werden soll.

Frauenkirchenpfarrer hofft, dass aus der Asche heraus etwas Neues entstehen kann

Der Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame wird nach Ansicht des Pfarrers der Dresdner Frauenkirche die Menschen in Frankreich zusammenbringen. Das sagte Pfarrer Sebastian Feydt der
Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Dresden. Trotz des „tragischen Ereignisses“ habe er Hoffnung, dass „aus der Asche heraus wieder etwas Neues entstehen kann“.

Die Meldung über das brennende Gotteshaus habe am Montagabend bei ihm, der Stiftung Frauenkirche sowie den Menschen, die sich mit der Frauenkirche verbunden fühlen, große Bestürzung ausgelöst. „Natürlich haben wir die Bilder der zerstörten Frauenkirche vor Augen, auch wenn der Brand damals im Bombardement untergegangen ist“, sagte Feydt. Die 1726 bis 1743 erbaute Frauenkirche war während des Zweiten Weltkriegs zerstört worden. 1994 begann ihr Wiederaufbau. 2005 wurde sie
eröffnet.

Der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche sei nur durch zahlreiche Spenden möglich gewesen. „Sie müssen eine große Zahl von Menschen begeistern können, die etwas schier unmöglich Erscheinendes für möglich erachten“, sagte Feydt. Ein Gotteshaus habe eine besondere Bedeutung, sei „ein Zeichen lebendiger Hoffnung für das Leben“, betonte der Pfarrer.

Philharmonie sammelt Spenden

Die Dresdner Philharmonie kündigte am Dienstag an, den Erlös aus einem Konzert von Olivier Latry, Titularorganist von Notre-Dame, für den Wiederaufbau der Pariser Kathedrale zu spenden. Er soll am
Mittwoch, 17. April, im Kulturpalast auftreten.

Am Montag war in der berühmten Kathedrale in Paris ein Feuer ausgebrochen, das erst am Dienstagmorgen vollständig gelöscht werden konnte. Der Brand zerstörte unter anderem große Teile des Dachstuhls und einen Spitzturm über dem Mittelschiff. (mit dpa)