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„Dresdner Mars“ kehrt in die Öffentlichkeit zurück

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Ein mehrere Millionen Euro teures Kunstwerk ist ab heute im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg zu sehen. Die Bronzestatue „Dresdner Mars“ aus dem 16. Jahrhundert war seit 100 Jahren verschwunden und zählte einst zu den ältesten Stücken der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Im vergangenen Jahr tauchte die Statuette des Kriegsgottes plötzlich bei einer Auktion in London auf. Der Pharmakonzern Bayer wollte das Kunstwerk eigentlich bei Sothebys versteigern. Erst nach öffentlichem Protest zog das Unternehmen die Auktion zurück. Mit Hilfe des Bundes und mehrerer Stiftungen, konnte die 40 Zentimeter hohe Staue erworben werden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Kunstexperten schätzen den Wert der Bronzestaue zwischen 3,5 und 5,7 Millionen Euro. Ab Dezember wird das Werk in der neu eingerichteten Sempergalerie einen festen Platz erhalten. Der Künstler Giambologna hatte das Werk 1587 dem Kurfürst Christian I. von Sachsen zum Regierungsantritt geschenkt.