Dresdner Leichtathletin schafft internationalen Durchbruch
Vivienne Morgenstern vom Dresdner SC 1898 hat sich am Samstag zur drittschnellsten 400m-Hürden-Frau Europas in der U23 gekrönt. Bei den U23-Europameisterschaften in Bergen lief die 22-Jährige in neuer persönlicher Bestzeit von 55,45 Sekunden auf Rang drei. Für die Athletin von Trainerin Claudia Marx ist es nach zwei gesundheitlich schwierigen Jahren der internationale Durchbruch.
„Ich bin unfassbar dankbar, mit einer Medaille über 400m Hürden nach Hause zu fahren. Es dauert einfach noch, bis ich wirklich realisiere, was da passiert ist. Dann auch noch eine Bestzeit von 55,45 Sekunden zu laufen, macht mich einfach unglaublich glücklich. Vielen Dank an meine Trainerin, ohne sie wäre das alles nicht möglich. Danke auch an meine Familie, die immer hinter mir steht und an das gesamte Team, das mich auf diesem Weg unterstützt hat“, sagte Vivienne.
Bestleistung trotz gesundheitlich schwierigem Jahr
Nach einem guten Vorlauf lieferte die Athletin vom DSC auch im Halbfinale am Freitag ab und qualifizierte sich als Zweite ihres Halbfinals sicher für den Endlauf. Im Finale musste sie sich nur ihrer Landsfrau Vanessa Baldé aus Hamburg (Silber) und der Britin Emily Newnham geschlagen geben.
Nach einem gesundheitlich schwierigen Jahr, in dem Vivienne Morgenstern wiederholt mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber und mit einer Fußverletzung zu kämpfen hatte, ist sie diese Saison umso stärker zurückgekommen. „Das war eine Wahnsinnsleistung. Sie ist nochmal schneller als zur DM gelaufen und plötzlich Platz 3 und Bronzemedaille - das ist mehr als verdient und eine unfassbare Entwicklung nach den zwei Saisons mit vielen Problemen“, schätzte Trainerin Claudia Marx ein.