Dresdner Kulturpalast fast 22 Millionen Euro teurer
Die Kosten für den Umbau und die Sanierung des Kulturpalastes in Dresden sind von den ursprünglich geplanten 81,5 Millionen Euro auf 103 Millionen Euro gestiegen. Das geht aus dem Rechnungsprüferbericht hervor, berichtete zuerst die SZ.
Demnach wurde bereits bei der Planung gepfuscht: Aufträge sind vergeben worden, ohne dass die Pläne fertig waren, hieß es. Während des Baus musste deswegen umgeplant werden, die Kosten sind gestiegen. Auch Forderungen des Denkmalschutzes hätten für Kostensteigerungen gesorgt. Möglicherweise haben die Steigerungen auch ein juristisches Nachspiel, berichtet die SZ.
"Baumaßnahmen Gründlicher vorbereiten"
Nach unseren Informationen empfehlen die Prüfer außerdem der Stadtverwaltung, dass Baumaßnahmen gründlicher vorbereitet werden müssten. Dabei geht es auch um eine vernünftige Terminablaufplanung, so die Empfehlung.
Den Entscheidungsträgern, zum Beispiel im Stadtrat, müssten die Risiken im Vorfeld bewusstgemacht werden. Außerdem wird nach unseren Informationen im Prüfbericht darauf hingewiesen, dass ein strenger Fertigstellungstermin oft außergewöhnliche Maßnahmen erfordert, die zusätzliche Kosten verursachen können. Der Stadt wird darüberhinaus empfohlen, Kostenbegrenzungen für Feierlichkeiten wie Grundsteinlegungen, Richtfeste oder Einweihungen festzusetzen.
"Einige Fragen zu klären"
Der Grünen-Stadtrat Michael Schmelich teilte zu dem 35 Seiten starken Bericht per Twitter mit: "Nach der Sommerpause werden einige Fragen zu klären sein. Allerdings: Für Skandalisierung gibt es kaum Anlass."
