Dresdner Jugendhaus Spike mit Integrationspreis ausgezeichnet
Das Jugendhaus SPIKE in Leubnitz-Neuostra ist am späten Freitagnachmittag im sächsischen Landtag mit dem Sächsischen Integrationspreis ausgezeichnet worden. Insgesamt 78 Vereine, Unternehmen und Initiativen hatten sich beworben. Der Preis von Integrationsministerin Köpping ist mit 3000 Euro dotiert. Weitere Preisträger sind eine Tischlerei in Chemnitz und ein Nachbarschaftshilfe-Verein in Taucha.
SPIKE Dresden bietet seit 2015 einen Treffpunkt mit Lernraum und gemeinsame Aktionen für Geflüchtete und Jugendliche aus dem gesamten Stadtgebiet an. Zudem gibt es Beratungs- und Begleitungsangebote. Montag bis Donnerstag werden Deutschkurse gehalten, es gibt Kochabende. Sieben Ehrenamtliche betreuen etwa 30 bis 40 Geflüchtete. Ein Schwerpunkt ist die Arbeit mit der Eritreischen Community.
Aus der Jurybegründung:
Das Projekt gibt jungen Menschen Halt und einen festen Anlaufpunkt, es schult und begleitet. SPIKE hat einen langen Atem bewiesen, es bietet Heimat, Freude, Freunde und Ausbildung.
Das Angebot der Jugendsozialarbeit hat sich bewusst für Menschen mit Migrationshintergrund geöffnet und diesen nicht nur den Raum angeboten, sondern aktiv zur Mitarbeit aufgefordert. Die Migranten sollen aktiv werden, Teilhabe wahrnehmen, eigene Kultur einbringen, interkulturell im besten Sinne sein.
Menschen werden durch diese offene Stadtteilarbeit verbunden. In dem Moment, wo sich Jugendliche partnerschaftlich erkennen, miteinander umgehen und voneinander lernen, gewinnen sie und unsere Gesellschaft. Aus dem Fremden auf der Straße wird der Bekannte aus dem Jugendclub, wird der Kollege, der Freund, der Sportkamerad oder der Partner.