Dresdner Hilfskonvoi erreicht Grenze zu Serbien
Der Hilfskonvoi aus Dresden für die Flüchtlinge in Ungarn ist im Grenzgebiet zu Serbien eingetroffen. Man habe 100 Kisten mit Spenden dabei, teilte Initiator Christopher Jöhren mit. Die Lage an der Grenze ist weiter dramatisch. Rund 200 Flüchtlinge hätten erneut versucht, Richtung Autobahn zu gelangen, wurden von der Polizei gestoppt, berichtete der Dresdner IT-Unternehmer. Derzeit machen sich die Helfer vor Ort ein Bild, haben Kontakt zum UNHCR. Jöhren hatte mit seinen Mitarbeitern spontan eine Spendenaktion für die Flüchtlinge in Ungarn gestartet. Er ist am Dienstagabend kurz nach 21.00 Uhr mit zwei Anhängern nach Ungarn gestartet.Polizei geht gegen Flüchtlinge vorUngarische Polizisten haben unterdessen Tränengas gegen rund 150 Flüchtlinge eingesetzt, die auf einer Landstraße Richtung Budapest marschieren wollten. Das berichtete die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf die Polizei. Die Flüchtlinge seien am späten Dienstagabend zu Fuß aus Serbien gekommen und hätten sich auf den Weg Richtung Budapest gemacht. Kamerafrau nach Übergriff entlassenFür Entsetzen sorgt derzeit auch ein Video aus Röszke. Es zeigt eine Kamerafrau eines ungarischen Fernsehsenders, die ein Kind tritt und einen Mann mit Kleinkind auf dem Arm ein Bein stellt. Die Frau sei entlassen worden, teilte der Sender N1TV mit.
Lage in #Roeszke#Hungary weiter schlimm - Polizei überfordert - Flüchtlinge durchbrechen Polizeikette - Verletzte! pic.twitter.com/GlMGqGwABb
— Stephan Richter (@RichterSteph) 8. September 2015