• (Foto: T. Plunert)

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Dresdner Hauptbahnhof wegen herrenloser Tasche geräumt

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Der Dresdner Hauptbahnhof ist am Donnerstagmorgen geräumt worden. Laut Bundespolizei ist um 08:13 Uhr am Servicepunkt der Bahn in der Mittelhalle eine herrenlose Tasche abgegeben worden. Die Tasche war in einem Zug zurückgelassen worden.

Experten der Bundespolizei entdeckten technische Geräte in der Tasche, diese waren offenbar selbst zusammengeschraubt. Diese wurden als nicht ungefährlich eingestuft, daraufhin wurde der Hauptbahnhof evakuiert. Experten rückten an, röntgen die Tasche. Daraufhin wurde beschlossen, die Tasche mit einem Wassergewehr zu zerschießen, teilte Holger Uhlitzsch, Sprecher der Dresdner Bundespolizei, mit. Die Beamten sprechen von einer unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung (USBV). Ob es sich um eine Bombenattrappe, einen echten Sprengsatz oder etwas ganz anderes gehandelt hat, ist derzeit noch unklar. Es sind Proben genommen worden.

Nun werden Kamerabilder ausgewertet, sagte Uhlitzsch: "Wir sind uns sicher, dass wir den Täter fassen". Kurz nach 10:00 Uhr ist der Hauptbahnhof wieder freigegeben worden. Experten untersuchen nun, um was es sich genau handelte.

Erst am Dienstag waren zwei junge Männer am Amtsgericht Pirna zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Sie hatten eine Bombenattrappe am Dresdner Hauptbahnhof platziert.

Vollständige Meldung der Bundespolizei lesen:

Am Donnerstag, dem 08.11.2018 gegen 08:00 Uhr wurde die Bundespolizei Dresden über eine abgegebene Gürteltasche am Servicepoint des Dresdner Hauptbahnhofes informiert. Beim Inhalt soll es sich um ein selbstgebautes technisches Gerät mit diversen Kabeln und Leuchtdioden handeln.

Einsatzkräfte vor Ort stuften den Gegenstand nach Inaugenscheinnahme sofort als unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung (USBV) ein.

Daraufhin wurde der Hauptbahnhof Dresden teilgesperrt und der Zugverkehr auf den Bahnsteigen 11 - 14 eingestellt sowie die stattfindenden Bauarbeiten unterbrochen.

Parallel wurden Spezialkräfte der Bundespolizei in Form des Entschärfungsdienstes zum Einsatz gebracht.

Nach Prüfung des Gegenstandes wurde festgelegt, dass dieser noch vor Ort unschädlich gemacht werden muss. Dazu war es erforderlich den Hauptbahnhof Dresden ab 09:25 Uhr für den Zug- und Personenverkehr komplett zu sperren und zu evakuieren. Gegen 09:40 Uhr erfolgte die Delaborierung (Unschädlichmachung) mittels Wassergewehrs.

Anschließend übernahmen Ermittler der Bundespolizei und des Kriminaldienstes der PD Dresden die Spurensicherung. Bereits im Vorfeld gab es einen permanenten Lage- und Informationsaustausch, um sich gemeinsam auf verschiedene Szenarien vorzubereiten.

Um 10:30 Uhr waren alle Maßnahmen vor Ort beendet und der Hauptbahnhof Dresden wurde wieder für den Reiseverkehr freigegeben.

Die Ermittlungen dauern an und werden zuständigkeitshalber durch die PD Dresden geführt.

#Hauptbahnhof #Dresden ist wieder freigegeben. Der Bahnverkehr rollt wieder an.
Sperrungen betreffen nur noch den Bereich des Querbahnsteiges (Gleise 6-14).#bpol @DB_Info

— Bundespolizei Mitteldeutschland (@bpol_pir) 8. November 2018