Dresdner Händler diskutieren über „Unruhige Zeiten“
Rund 100 Händler, sowie verantwortliche von City Management, Handelsverband und Stadtverwaltung haben am Dienstagabend beim Dresdner Handelsforum 2015 über die aktuelle Situation des Handels und die montäglichen Demos diskutiert. Unter dem Stichwort "Unruhige Zeiten" wurde bei einer Podiumsdiskussion insbesondere über die Auswirkungen der Pegida-Demonstrationen an den Montagen auf den Handel und das Image der Stadt diskutiert. Bürgermeister Sittel betonte, es gebe in Dresden ein breites zivilgesellschaftliches Engagement, das mehr gewürdigt werden muss. Es gebe aber einen medialen Imageschaden. Sittel betonte die Belastung durchs Demonstrationsgeschehen für die Stadt und insbesondere die Landespolizei. In den vergangen 12 Monaten gab es laut Sittel etwa 850 Versammlungen in Dresden. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa 500. Vordergründig sei für ihn als Vertreter der Verwaltung im Bezug auf die Demonstrationen aber das Grundprinzip der Freiheit. Niemand müsse sich Demonstrationen genehmigen lassen, nur eine Anmeldung sei notwendig. Der Centermanager der Centrum Galerie, Dirk Fittkau, sprach von einem spürbaren Rückgang von Kunden montags. Er wünsche sich mehr bürgerliches Engagement. "Wir haben keinen Aufstand der Anständigen", sagte Fittkau. Laut City Manager Jürgen Wolf, der die Innenstadt Händler vertritt, machen die Umsatzrückgänge den Dresdner Händlern sorgen. Der Chef der DDV-Verlagsgruppe (SZ, MoPo) Torsten Klose sagte, Dresden werde nicht verlieren, sondern habe schon verloren. Man habe nun in kürzester Zeit mit dem Hintern das eingerissen, was in den vergangenen Jahren aufgebaut worden sei. Er sehe die Aufgabe des Verlages darin, die aktuelle Situation zu reflektieren, aufzuklären und Haltung zu bieten.Neben der aktuellen Situation diskutierten die Dresdner Händler beim Dresdner Handelsforum 2015 außerdem allgemein über den Handel in Dresden und das Thema Onlineshopping.