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Dresdner Grüne gegen Ausbaupläne der A 4 im Stadtgebiet

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Die Dresdner Grünen fordern einen Stopp der Ausbaupläne für die A 4 im Stadtgebiet So ein Beschluss ihres Stadtparteitages am Wochenende! Bereits seit 2019 beschäftigt sich das Bundesverkehrsministerium mit den Plänen. Zwischen den Autobahndreiecken Nossen und Dresden Nord soll die Fahrbahn auf 30 Kilometer von sechs auf acht Spuren erweitert werden .Von dort aus noch bis zur polnischen Grenze auf einer Länge von 95 Kilometer von vier auf sechs Spuren! Die Gesamtkosten werden auf etwa 3 Milliarden Euro geschätzt. Die Grünen sehen in dem Ausbau einen starken Eingriff in Stadt und Landschaft in und um Dresden, sie fordern stattdessen Investitionen in Alternativen zum Auto, so etwa in Zug-und Busverbindungen oder den Ausbau von Bahnstrecken.

Pressemitteilung:

Ulrike CasparyAntragstellerin und Stadträtin für Klotzsche erklärt dazu: „Breitere Straßen führen nur für kurze Zeit zu besserem Verkehrsfluss. Letztendlich erzeugen sie mehr Verkehr und damit am Ende nur mehr Stau, Stress, Lärm und Abgase. Außerdem fördern sie Zersiedlung und Zentralisierung. Selbst aus Klotzsche fahren heute einige lieber über die Autobahn in den Elbepark, statt ihren Wocheneinkauf im Stadtteil zu erledigen. In ländlichen Regionen sind die Folgen ungleich größer: Durch eine schnellere Autobahn werden noch mehr kleine Strukturen wie Nahversorgung, Gesundheitsdienste oder Verwaltungsstandorte zentralisiert und nur mit dem Auto erreichbar. Wenn Dörfer und Kleinstädte so weiter ausbluten, fühlen sich die Bewohnerinnen und Bewohner dort noch mehr zurückgelassen.

Klemens SchneiderAntragsteller und Sprecher des Kreisverbands ergänzt: “Der Ausbau bedeutet erhebliche Eingriffe in Stadt und Landschaft am Dresdner Tor, an der Elbe, in den Stadtteilen Kaditz, Trachau und Klotzsche und in der Jungen Heide. Für Dresden bedeutet der Ausbau mehr Lärm im Dresdner Westen und Norden und mehr Verkehr in der Stadt. Der Ausbau der A4 ist damit schädlich für die Lebensqualität in Dresden und schlecht fürs Klima. Statt in 10 oder 15 Jahren noch eine noch breitere Straße, für noch mehr Autoverkehr zu haben, müssen wir die Voraussetzungen für eine klimaneutrale Mobilität schaffen. Die 3 Mrd. € brauchen wir, damit Pendlerinnen und Pendler eine Alternative zum Auto bekommen: Durch bessere Bus- und Zugverbindungen und den zügigen Ausbau der Bahnstrecken nach Görlitz und Kamenz und die Reaktivierung der Strecke über Nossen nach Döbeln. Daher begrüßen wir die heutige Demonstration von Fridays For Future und Ende Gelände gegen den Ausbau der A4„