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Dresdner Filmemacher räumt 20.000 Euro bei Filmfest Dresden ab

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Beim Filmfest Dresden haben der indische Film "Grandfather" und die Deutsch-Japanische Produktion "Cat Days" gleich zwei Goldene Reiter abgeräumt. Insgesamt wurden die goldenen Reiter in zehn Kategorien verliehen, zudem gab es vier Sonderpreise.

Dresdner Filmemacher gewinnt 20.000 Euro-Sonderpreis

Der mit 20.000 Euro dotierte Förderpreis der Kunstministerin ging bei der Gala im Kleinen Haus an den Dresdner Filmemacher Robert Löbel für seinen Film "Link". Der Kurzfilm geht der Frage nach, wie wir leben wollen. In dem Film sind zwei Figuren durch ihr Haar miteinander verbunden. Sie beeinflussen einander bei jeder Bewegung, jedem Richtungswechsel.

Kunstministerin Eva Maria Stange erklärte: "Ich gratuliere Robert Löbel zu diesem Preis. Ich bin beeindruckt von seiner Animation, die mit scheinbar spielerischen, fast kindlichen Mitteln wichtige Aspekte des menschlichen Lebens wie Bindung, Abhängigkeit, Herkunft und Emanzipation behandelt." Der Preis solle neben der Anerkennung für den prämierten Film auch ein finanzieller Anreiz sein, in dem Genre weiterzumachen und eine neue Produktion zu beginnen, hieß es.

In der Jurybegründung heißt es: "In weniger als acht Minuten tauchen wir in eine Welt voller Metaphern, die es schaffen, mit den einfachsten erzählerischen Mitteln die große Frage des Lebens zu stellen: Wie wollen wir leben? Zwei Figuren gehen scheinbar ihren individuellen Weg und doch hat alles, was sie tun, immer auch Konsequenzen für den anderen. Denn wer wir sind, ist wo wir herkommen."

Robert Löbel (Jahrgang 1984) ist in Dresden aufgewachsen. Er studierte Grafikdesign in Wismar und Illustration in Hamburg. Heute lebt und arbeitet er in Berlin.

Preisträgerfilme werden nochmals gezeigt

Alle Preisträgerfilme werden am Sonntag nochmals in der Schauburg und im Programmkino Ost gezeigt. Das Filmfest Dresden ist mit Preisgeldern von 67.000 Euro eines der am höchsten dotieren Filmfeste in Europa.