Dresden will ÖPNV verbessern und weiter ausbauen
Dresden will gemeinsam mit den Dresdner Verkehrsbetrieben das ÖPNV-Netz und und Angebot stärken und weiter ausbauen. Bereits im Januar ist im Dresdner Norden ein neues Busnetz an den Start gegangen. Dadurch soll das Angebot für Wohn-, Gewerbe- und Schulstandorte in Klotzsche, Weixdorf sowie den umliegenden Gemeinden erweitert und verbessert werden.
Ab Mai soll dann das sogenannte MobiShuttle in Pieschen, Klotzsche und in der Neustadt sowie ab 2023 in Weixdorf unterwegs sein. Täglich von 4 Uhr bis 1 Uhr und am Wochenende durchgehend sollen die Kleinbusse neben Straßenbahnen und Bussen unterwegs sein. Die Kosten liegen für den Zeitraum 2022 bis 2024 bei 9,4 Millionen Euro. Der Bund fördert das Projekt mit 3,3 Millionen Euro.
Dresdner sollen außerdem in Zukunft noch schneller mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln an ihr Ziel kommen. Dafür planen die Stadt und die DVB entsprechende Baumaßnahmen für vorerst vier Linien: die Buslinien 64 und 80 sowie die Straßenbahnlinien 6, 10 und 12. Unter anderem sollen Straßen begradigt, Busspuren errichtet und Parkverbote ausgeweitet werden. Geplant ist auch der Aufbau intelligenterer Ampeln an wichtigen Kreuzungen.
Bis Herbst 2023 kommen außerdem 30 neue Stadtbahnen auf die Schienen. Das erste Fahrzeug ist bereits vor der Inbetriebnahme, heißt es von der Stadt. Ein zweites Fahrzeug soll in der nächsten Zeit kommen. Ab Mai kommt der neue Stadtbahnwagen zunächst auf der Linie 2 zum Einsatz. Die Beschaffungskosten liegen bei 130 Millionen Euro, rund 100 Millionen Euro gibt es außerdem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Neben neuen Straßenbahnen sollen 94 neue Busse durch Dresden rollen. Die Kosten (DVB) für die 74 Dieselbusse liegen bei 32,5 Millionen Euro, das Land fördert diese mit 8,7 Millionen Euro. Für die 20 Elektrobusse einschließlich der Beschaffung der Streckenladeinfrastruktur bringen die DVB 19,3 Millionen Euro auf, vom Bund und aus dem EFRE kommen 13,4 Millionen Euro.
Außerdem wird weiter in die Infrastruktur investiert. Bis Juli sollen unter anderem die Haltestellen auf der Großenhainer Straße/ am Großenhainer Platz barrierefrei umgebaut werden, Gleise und die Fahrbahn erneuert werden. Ab Juli soll auf der Hansastraße bei der Eisenbahnunterführung die Fahrbahn, Radwege und Gleise neu gemacht werden. Auf der Berthold-Haupt-Straße/ Gleisschleife Kleinzschachwitz sollen bis November Hochwasserschäden von 2013 an Straße, Gleis und Brücke über dem Lockwitzbach beseitigt werden. Außerdem sind barrierefreie Haltestellen am Heckweg, Meußlitzer Straße und Endpunkt Kleinzschachwitz geplant. Die Kosten (DVB) liegen bei 10,5 Millionen Euro, 9 Millionen Euro kommen außerdem aus dem Aufbauhilfefonds für Hochwasserschäden vom Land.
