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Dresden will Modellstadt für E-Mobilität werden

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Dresden soll zu einer Modell­stadt für Elektro­mo­bi­lität und Digita­li­sie­rung werden. Um die Entwick­lung auf diesem Gebiet voran­zu­treiben, haben die Stadt und Volks­wagen Sachsen am Mittwoch­vor­mittag eine Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung unter­zeichnet. Unter anderem will Europas größter Autobauer zunächst einen „zweistel­ligen Millio­nen­be­trag“ als Anschub­fi­nan­zie­rung beisteuern, um etwa gemein­same Forschungs­pro­jekte mit Dresdner Forschungs­ein­rich­tungen zum Thema E-Mobilität sowie automa­ti­siertes und vernetztes Fahren anzustoßen. Jährlich sind weitere Inves­ti­tionen geplant. Mit dem Aufbau eines eigenen Forscher­teams soll im nächsten Jahr begonnen werden.  Zudem will Volks­wagen ab 2017 Start-ups in die Gläserne Manufaktur locken. Ein sogenannter "Business Incubator" soll Gründer­firmen fördern, die innova­tive Software-Lösungen entwi­ckeln - für Naviga­tion, Parken oder Carsha­ring. "Wir stellen uns der Zukunft und fangen neu an", erklärte VW-Sachsen-Chef Siegfried Fiebig. Der Stopp der Phaeton-Produk­tion "stecke zwar noch in den Knochen", so Fiebig. "Aber es geht weiter."  In der vergan­genen Woche war bekannt geworden, dass VW im April 2017 die Produk­tion in der Gläsernen Manufaktur wieder aufnehmen wird - voraus­sicht­lich auch mit dem "eGolf". Noch stehe das Modell aller­dings nicht fest, hieß es. "Wir sprechen von E-Autos, nicht nur von einem E-Auto", erklärte Fiebig. Im Rahmen der Koope­ra­tion will Dresden unter anderem seinen kommu­nalen Fuhrpark in den nächsten Jahren komplett auf elektri­sche Fahrzeuge umrüsten. Die bisher 30 öffent­li­chen Ladesäulen für E-Autos sollen bis 2025 auf bis zu 250 Ladesta­tionen ausge­baut werden. Bis dahin sollen auch 30 sogenannte Mobili­täts­stand­orte einge­richtet werden - zentrale Verkehr­kno­ten­punkte für öffent­li­chen Nahver­kehr, E-Bikes und Car-Sharing. Laut Oberbür­ger­meister Dirk Hilbert (FDP) sind derzeit auf Dresdens Straßen gerade einmal 200 rein elektrisch betrie­bene Fahrzeuge unter­wegs. "Bis 2025 sollen es 25 000 sein, das ist unser Ziel." (dpa)