Dresden will Feuerwerke durch strengere Auflagen reduzieren

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Dresden will die Zahl der Feuerwerke in der Stadt reduzieren und verschärft deshalb die Vorgaben. Wir hatten bereits mehrfach über die Pläne berichtet.

"Insbesondere die Mittel- und Großfeuerwerke haben immer wieder zu Beschwerden wegen des damit verbundenen Lärms geführt. Mit der Neuregelung soll die Lärmbelästigung durch große Feuerwerke reduziert werden», erklärte Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel am Donnerstagmittag. Die
Neuregelung tritt am 1. August in Kraft.

Demnach dürfen im Gebiet eines Ortsamtes nur noch zwei Feuerwerke pro Monat gezündet werden. Bisher gab es keine Beschränkung. Wenn für ein Gebiet mehrere Anzeigen für den gleichen Zeitraum vorliegen, entscheiden der Zeitpunkt der Anmeldung, die "Bedeutung des Anlasses" und die Anzahl der bereits organisierten Feuerwerke durch den jeweiligen Feuerwerker. 2017 gab es in Dresden 100 Profi-Feuerwerke, in diesem Jahr waren es bis Ende Juni 49.

Ausnahmen sind möglich, wenn ein besonderes öffentliches Interesse besteht. Als Beispiel nannte die Verwaltung das Dresdner Stadtfest, das Dixieland Festival, den Semperopernball und das Silvesterfeuerwerk.

Auch die sogenannten Kleinfeuerwerke, die jeder Laie veranstalten kann, wurden begrenzt. Dafür muss es einen besondere Anlass geben. Neben Hochzeiten sind das runde Ehejubiläen ab 25 Jahren, runde Geburtstage ab 50 sowie Vereins- und Firmenjubiläen ab 25 Jahren. Zudem muss die Einwilligung des Grundstückseigentümers vorliegen. Die Einschränkung gibt es schon seit Ende 2017. (mit dpa)