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Dresden will 2024 Sommer-Biathlon ausrichten

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Am Dresdner Elbufer gibt es möglicherweise bald wieder Ski-Sport. Die Landeshauptstadt will sich kurzfristig um die Austragung einer Sommerbiathlonveranstaltung im Herbst 2024 bewerben. Das gab OB Hilbert bekannt.

Die Chancen stehen gut, denn der City-Biathlon soll vom hessischen Wiesbaden nach Sachsen umziehen. Damit soll das Rennen näher an einen Bundesstützpunkt rücken. Start und Ziel könnten im neuen Steyer-Stadion sein, ebenso der Schießstand. Pläne für die Strecke liegen vor und auch der Termin steht schon: es soll der 15. September sein.

Die Strecke

Der Plan der Verwaltung sieht vor, dass die Stadt das Event mit 300.000 Euro bezuschusst. Die Beschlussvorlage ist schon fertig und soll jetzt im Eiltempo von den zuständigen Ausschüssen abgesegnet werden.

"Der Veranstalter des City Biathlons, die n plus sport GmbH, benötigt bis Ende Oktober 2023 eine feste Zusage seitens der Landeshauptstadt Dresden für das Event 2024", erklärt Sportbürgermeister Jan Donhauser. "Sofern dies nicht erfolgt, wird dieses Event anderweitig vergeben oder weiterhin In Wiesbaden ausgerichtet. Die Chancen dieses Event zu einem späteren Zeltpunkt an Dresden zu binden, stehen deutlich schlechter als bei einer Premierenveranstaltung 2024." Donhauser will die Veranstaltung auch 2025 und 2026 an die Elbe holen.

Hochkarätiges Sport-Event

Das Format des City Biathlons existiert seit 2005. Seit 2018 ist Wiesbaden die aktuelle Ausrichterstadt. Die Veranstaltung beinhaltet einen Biathlon-Sommerwettkampf als Massenstartrennen in einer Kombination aus Rollskilauf und Kleinkaliberschießen auf Klappscheiben. Das Teilnehmerfeld ist seit 2005 hochkarätig besetzt. Die Start- und Ergebnislisten setzen sich aus nationalen und internationalen Topbiathletinnen und Topbiathleten zusammen. Vertretende Nationen sind u. a. Norwegen, Frankreich, Italien, Schweden, Österreich, Tschechien, die Vereinigten Staaten von Amerika, Schweiz und Slowenien.

Die Zahl der Zuschauer an der Strecke belief sich in den letzten Jahren auf bis zu 20.000. Das ZDF berichtet über dieses Event in einer über einstündigen Live-Sendung.

Die Idee finden allerdings nicht alle gut. Der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion Holger Zastrow reagierte skeptisch: „Mir scheint, dass in Dresdens Veranstaltungslandschaft gerade einiges aus den Fugen gerät. Während man es etablierten und beliebten Veranstaltungen immer schwerer macht und sie mit einer nie dagewesenen Bürokratie überzieht, rollt man anderen den roten Teppich aus.“