Dresden verlässt Kurznachrichtendienst X
Die Dresdner Stadtverwaltung und auch die Dresdner Feuerwehr verabschieden sich vom Kurznachrichtendienst X, ehemals Twitter. Seit der Übernahme durch Elon Musk habe es einschneidende Veränderungen gegeben, heißt es zur Begründung. Diese hätten sich vor allem negativ auf die Kommunikation in Notfällen ausgewirkt.
Neben einem Abo-Modell, welches zu einer Limitierung führt, die verhindert, dass man Beiträge über eine bestimmte Zahl hinaus angezeigt bekommt, haben vor allem Fake News, Hate Speech, unerwünschte Werbung und die Instrumentalisierung durch extremistische Kräfte massiv zugenommen. Diese Entwicklung wurde über mehrere Monate aufmerksam beobachtet.
Beispielsweise hat die Limitierung der Beiträge bei einem Kampfmittelfund in Hamburg im Juli 2023 dazu geführt, dass die Feuerwehr Hamburg von der Kommunikation über X vollständig abgeschnitten wurde. Mittlerweile verlassen Stadtverwaltungen anderer Städte wie Köln oder Chemnitz, lokale Einrichtungen wie SLUB Dresden oder die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung bis hin zu globalen Playern wie Apple, IBM oder Disney die Plattform X.
Im Lichte dieser Entwicklung, den nicht hinnehmbaren Einschränkungen sowie der globalen Entwicklung anderer Kommunikationsplattformen wird die Stadtverwaltung Dresden die Präsenz auf X einfrieren. Die Kanäle bleiben erhalten, werden jedoch nicht mehr aktiv bespielt.
Stattdessen wollen Stadt und Feuerwehr über das Netzwerk Threads und WhatsApp informieren.
Threads ist ein soziales Netzwerk, das stark mit Instagram verknüpft ist und vor allem kurze Textnachrichten beinhaltet. Die Plattform gewinnt zunehmend an Bedeutung und ist eine klare Alternative zu X, ehemals Twitter. Deshalb wird es ab dem 2. Februar Informationskanäle der Stadtverwaltung sowie der Feuerwehr Dresden bei Meta`s Kurznachrichtendienst „Threads“ geben.
Link zum Threads-Kanal der Stadtverwaltung: https://www.threads.net/@landeshauptstadt_dresden
Link zum Threads-Kanal der Feuerwehr: https://www.threads.net/@feuerwehr_dresden
WhatsApp kennen viele Smartphone-Nutzer als Messenger-App. 82 Prozent der Deutschen nutzen WhatsApp mindestens wöchentlich und im Gegensatz zu vielen anderen Social Media-Plattformen sind hier laut Studien auch Personen zu erreichen, die über 60 oder 70 Jahre alt sind. Seit kurzem stellt die Plattform auch Kanäle bereit, über die auch eine Stadtverwaltung Textnachrichten, Links, Bilder oder Videos verschicken kann, ohne dass sie dabei Informationen zu den Abonnentinnen und Abonnenten erhält. Der Name, die Telefonnummer oder das Profilbild des Nutzers bleiben sowohl für die Landeshauptstadt Dresden als Kanalbetreiber als auch die anderen Abonnenten unsichtbar.
Link zum WhatsApp-Kanal: https://whatsapp.com/channel/0029VaHl1HsDDmFT7ZcdAS0C