Dresden verkauft Sachsenbad an Investor
Das Sachsenbad ist verkauft - für eine Million Euro! Die Landeshauptstadt hat den Vertrag mit dem Investor MONTIS Real Estate unterzeichnet - damit wurde ein entsprechender Stadtratsbeschluss vom Mai umgesetzt.
Das alte Bad soll jetzt denkmalgerecht saniert und zu einem sogenannten Innovations-Campus umgewandelt werden. Geplant sind moderne Büroräume, aber auch eine Saunawelt, ein Yoga-Studio und ein Restaurant. Das Geld aus dem Verkauf soll nach Angaben der Stadt in den Bau einer neuen Sport-Schwimmhalle fließen. Ein Konzept für das „Neue Sachsenbad“ wird bis Ende des Jahres erarbeitet, heißt es aus dem Rathaus.
„Nach langer und intensiver Beschäftigung mit der Liegenschaft, freuen wir uns sehr, dass wir diesen Meilenstein zusammen mit der Stadt Dresden gemeistert haben und nun in die konkrete Umsetzung des Projekts einsteigen können“, erklärte André Powilleit, Projektverantwortlicher bei der MONTIS. „Wir glauben, dass wir mit der Umsetzung unseres Konzepts einen nachhaltigen Beitrag für den Stadtteil, aber auch für die Stadt Dresden, leisten können“.
„Es ist letztlich vor allem bürgerschaftlichem Engagement zu verdanken, dass das Sachsenbad als Kulturdenkmal erhalten wird und öffentlich zugänglich bleibt und gleichzeitig den Einwohnerinnen und Einwohnern vor Ort ein dem heutigen technischen Standard entsprechender Neubau in Aussicht gestellt werden kann“, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert.
Anders sieht das der Linken-Fraktionsvorsitzende André Schollbach: „Das Bürger-Votum zur Zukunft des Sachsenbades war eindeutig: Es sollte im Eigentum der Stadt bleiben und als Schwimmbad revitalisiert werden. Oberbürgermeister Hilbert und ein Teil des Stadtrates haben den Bürgerwillen in grober Weise missachtet. Mit dem Umbau des Sachsenbades zu Büroflächen wird dem Baudenkmal die Seele geraubt. Es ist ein großer Frevel!“
