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Dresden und Freistaat planen gemeinsame Kundgebung

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Oberbür­ger­meis­terin Helma Orosz und Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich rufen dazu am Samstag 15 Uhr vor der Frauen­kirche auf. Es sei wichtig, zu zeigen, dass Dresden und Sachsen weltoffen sind, so die Oberbür­ger­meis­terin am Abend beim Neujahrs­emp­fang des Energie­ver­sor­gers DREWAG. 

Führe­rende Sport­ver­eine wie Dynamo Dresden, die DSC-Volley­bal­le­rinnen, Dresden Monarchs und die Dresdner Eislöwen unter­stützen die Aktion. Anliegen des Sportes sei es, zu verbinden, nicht zu spalten, und für einen offenen und fairen Dialog einzu­treten.

Derweil betei­ligten sich an einer Diskus­si­ons­runde bei der Landes­zen­trale für politi­sche Bildung mehr als 100 Pegida-Gegner und Befür­worter. Unter dem Motto „Warum (nicht) zu Pegida gehen?“ wurden sachlich Argumente ausge­tauscht. Bei den Sympa­thi­santen der Anti-Islam-Bewegung war nicht nur ihre Angst vor Überfrem­dung zu hören, sondern auch eine Frustra­tion und Politik­ver­dros­sen­heit. Man fühle sich von der Politik nicht ernst genommen und nicht vertreten, so die Meinung. Der Leiter der Landes­zen­trale, Frank Richter freute sich, dass viele das Gesprächs­an­gebot angenommen hätten. Der Dialog müsse weiter­gehen, so Richter. Unter­dessen will die Regie­rung einen neuen Versuch starten mit Pegida Anhän­gern ins Gespräch zu kommen. Geplant sind Diskus­si­ons­foren in kleinen Runden. Dabei würden auch Minis­ter­prä­si­dent Tillich und der Innen­mi­nister Rede und Antwort stehen, hieß es. Tillich selbst hatte es abgelehnt vor den Pegida Anhän­gern am Montag zu sprechen.