Dresden überarbeitet Klimaschutzkonzept
Klimaneutralität deutlich vor 2050 – das ist das Ziel der Stadt. Um dieses Ziel zu erreichen, wird das Dresdner Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2013 nun überarbeitet. Bis zum Sommer kommenden Jahres sollen die entsprechenden Maßnahmen dazu festgelegt werden. Anschließend soll das Konzept dem Stadtrat zur Abstimmung übergeben werden.
Schon seit mehreren Jahren habe man gesehen, dass die Stadt zu viele Treibhausgase ausstößt, erklärte Ina Helzig - Leiterin des Klimaschutzstabes. Mit dem neuen Konzept hoffe man, dieses Problem zu lösen und das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Die Erarbeitung des Konzeptes hat eine Auftragnehmergemeinschaft übernommen, die vom Ingenieurbüro Gertec GmbH gesteuert wird. Weitere Beteiligte sind Jung Stadtkonzepte als Stadtplaner und Ingenieure, die B-TU Cottbus mit dem Fachgebiet Stadttechnik und die AGFW Projektgesellschaft mbH, die das Thema Fernwärme vertritt. Alle Beteiligten haben sich mit ihrer langjährigen Erfahrung im kommunalen Klimaschutz bei der europaweiten Ausschreibung durchgesetzt. Gertec und Jung Stadtkonzepte haben unter anderem das Klimaschutzkonzept Düsseldorf 2025 erstellt.
Schon heute stehen Themenschwerpunkte fest, die im neuen Klimaschutzkonzept untersucht werden sollen. Dabei geht es unter anderem um die Bereitstellung von erneuerbaren Energien für eine effiziente Strom- und Wärmenutzung, eine energetische Stadtentwicklung, sowohl im Neubau als auch bei Bestandsbauten, die Senkung von Kohlenstoffdioxidausstoß und eine klimaschonende Entwicklung des Verkehrs.
Die Fortschreibung des Prozesses wird von einem Wissenschaftlichen Beirat und einem runden Tisch begleitet. Der Wissenschaftliche Beirat tagt am Dienstag das erste Mal virtuell. Ansschließend finden die Treffen (auch virtuell) einmal im Quartal statt. Hier sollen die Mitglieder ihre Ideen und wissenschaftliche Sicht aus den Bereichen Energie, Verkehr, Klimaschutz, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften einbringen. Ein Runder Tisch als Kommunikations- und Diskussionsplattform soll die vielfältigen Akteure der Stadtgesellschaft in den Prozess einbinden.
Aufgabe der Mitglieder des Runden Tisches ist es zum einen, fortlaufend Maßnahmen abzustimmen, Konfliktpotenziale frühzeitig zu erkennen und Lösungen zu finden. Zum anderen sollen sie den Überarbeitungsprozess für das Konzept fördern und für diesen werben. Am Runden Tisch sitzen Vertreter aus dem Dresdner Stadtrat, der Stadtverwaltung, der Wirtschaft, der städtischen Beteiligungsgesellschaften sowie von Verbänden und Initiativen. Der Runde Tisch trifft sich ebenfalls einmal im Quartal und tagt am Donnerstag, 6. Mai 2021, zum ersten Mal.
Auch die Dresdner bekommen die Chance zur Beteiligung am neuen Klimakonzept. Im Sommer sind sie dazu zu einem öffentlichen Klimaschutzforum eingeladen. Pandemiebedingt soll dieses als Onlineveranstaltung angeboten werden. Außerdem sind auch Interwies und Themenwerkstätten geplant und die umliegenden Regionen Dresdens sollen ebenfalls in den Prozess einbezogen werden.
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