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Dresden schnürt Unterbringungs-Paket für Ukraine-Flüchtlinge

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Für die Unterbringung der Ukraine-Flüchtlinge muss die Landeshauptstadt weitere Kapazitäten aufbauen. 6.000 Geflüchtete hat Dresden schon aufgenommen - insgesamt mehr als 10.000 könnten es Prognosen zufolge demnächst werden.

„Wir wollen für die Menschen aus der Ukraine weiter ein sicherer Hafen sein“, so Oberbürgermeister Dirk Hilbert. „Wir kommen aber an unsere Grenzen, da wir schon weit mehr Menschen aufgenommen haben als der Landesdurchschnitt.“ Um zusätzlichen Platz zu schaffen, sollen deshalb vier Hotels komplett und langfristig angemietet und kommunale Objekte als Unterkünfte hergerichtet werden.

„Die Messe und Sporthallen sind keine Dauerlösung“, erklärt Baubürgermeister Stephan Kühn. Deshalb suche die Stadt derzeit überall nach geeigneten Objekten. Folgende Hotels sind nach jetzigem Stand für eine längerfristige Unterbringung vorgesehen:

• Hotel Domero, Karl-Marx-Straße, 200 Plätze

• Apart-Hotel, Münzgasse, 262 Plätze

• Landhotel, Fritz-Meinhardt-Straße, 73 Plätze

• NH-Hotel, Hansastraße, 538 Plätze

Über das Unterbringungspaket mit einem Umfang von knapp neun Millionen Euro entscheidet nächsten Mittwoch der Stadtrat. Zuvor kommt der Finanzausschuss am Dienstag zu einer Sondersitzung zusammen. Der Preis für einen Unterbringungssplatz schwankt nach Angaben der Stadt zwischen 17 und 60 Euro.

Stadt zahlt Pauschale für private Gastgeber

Drei von vier Geflüchteten aus der Ukraine sind derzeit bei privaten Gastgebern untergebracht. Die Stadt will diese ehrenamtlichen Helfer entlasten und gleichzeitig danke sagen, deshalb gibt es jetzt eine sogenannte „Gastfreundschaftspauschale“. Sie liegt bei 5 Euro pro Tag und wird rückwirkend mit dem Tag der Registrierung ausgezahlt, sagte uns Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann. Das Formular dazu gibt es auf dresden.de. Ziel ist es laut Kaufmann, die Menschen langfristig in Wohnungen zu integrieren.