Dresden schiebt neue Straßenbauprojekte an
Rund 89 Millionen Euro stehen dieses Jahr für die Sanierung und Erhaltung des Dresdner Straßennetzes zur Verfügung. Großbauprojekte sind dabei neben dem Blauen Wunder und der Carolabrücke u.a. die Sanierung der Bautzner Straße in Höhe Priesnitz. Und auch die Blasewitzer- und die Loschwitzer Straße werden erbeuert. Bei der Sanierung spielt der Klimaschutz eine immer größere Rolle. Es sollen zum Beispiel mehr Bäume gepflanzt und neue Baustoffe wie etwa hellerer Asphalt eingesetzt werden.
Welche Baumaßnahmen laufen aktuell?
Nach einer Unterbrechung für den Striezelmarkt lässt das Straßen- und Tiefbauamt auf dem Altmarkt das unterirdische Leitungsnetz für Veranstaltungen weiter umbauen. Der Platz wird mit geschnittenem Pflaster barrierefrei belegt und schattenspendende Bäume gepflanzt. 9,5 Millionen Baukosten sind dafür kalkuliert. Die Bauarbeiten sollen bis Oktober 2023 abgeschlossen sein.
Der grundhafte Ausbau der Staffelsteinstraße wird auf 700 Meter fortgeführt. Damit verbunden werden zehn Stützmauern neu gebaut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 6,9 Millionen Euro.
Im Stadtzentrum läuft der weitere Bau des Promenadenrings auf der historischen Stadtbefestigung. Dafür wird die Ringstraße zu einem 4,5 Meter breiten Promenadenweg mit Baum- und Heckenpflanzungen umgestaltet. Ab Juli 2023 sollen die Dresdnerinnen und Dresdner darauf flanieren können.
Das Straßen- und Tiefbauamt baut unter anderem auch die Zwickauer Straße als Umleitungsstrecke aus für die Stadtbahn Nossener Brücke/Nürnberger Straße. Bauarbeiten sind ferner auf der Großenhainer Straße im Abschnitt Conradstraße bis Großenhainer Platz sowie Hansastraße im Abschnitt Schlesischer Platz bis Großenhainer Straße geplant. Das Bauprogramm umfasst eine grundhafte Sanierung, die Erneuerung der Straßenbahngleise, Radwege, bessere Fußwege und moderne Straßenbeleuchtung.
Die Sanierung der Carolabrücke geht voran mit der Erneuerung der Kappen, Geländer, Beleuchtung, Fahrbahn und Betoninstandsetzung im Brücken-Innenraum. Während der Bauarbeiten erklärte das Landesamt für Denkmalpflege das Bauwerk zum Kulturdenkmal nach dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz.
Welche Maßnahmen starten 2023?
Zu den neu geplanten Sanierungen gehören die Bautzner Straße im Abschnitt Prießnitzstraße bis Stolpener Straße, die Blasewitzer Straße/ Loschwitzer Straße im Abschnitt Fetscherstraße bis Berggartenstraße sowie die Würzburger Straße im Abschnitt Tharandter Straße bis Münchner Straße.
Die Sanierung des Blauen Wunders wird fortgesetzt mit der Erneuerung der Stahlbauteile auf der gesamten Brücke und dem Korrosionsschutz auf der Altstädter Seite. Ein abschnittsweiser Deckentausch ist auf der Dohnaer Straße und der Bergmannstraße/ Heynathstraße geplant.
Im Nebenstraßennetz sollen etliche Straßenabschnitte aus dem sogenannten Schwarzdeckenprogramm instandgesetzt werden, unter anderem auf der Arnoldstraße, Dorfhainer Straße und Döbelner Straße.
