Dresden schafft Notunterkünfte in Turnhallen für Geflüchtete aus Ukraine
Dresden bereitet sich auf die Aufnahme größerer Zahlen Geflüchteter aus der Ukraine vor. Für eine kurzfristige Unterbringung aktiviert die Stadt ab Donnerstag vier Turnhallen: Gymnasium Bürgerwiese, Gymnasium Tschirnhaus, BSZ Bau und Technik sowie BSZ Gastgewerbe.
„Wir haben uns entschieden, dass wir für diese Nacht und für das Wochenende die Turnhalle einrichten - unabhängig von der Frage, ob die Menschen in Dresden bleiben oder weiterziehen wollen“, sagte Stadtsprecher Kai Schulz. Vor allem die Turnhalle des Gymnasium Bürgerwiese sei für diejenigen gedacht, die etwa nachts am Hauptbahnhof ankämen und spontan einen Schlafplatz bräuchten. Bei Bedarf könnten dann auch die weiteren Turnhallen dafür genutzt werden.
Wie viele Ukrainerinnen und Ukrainer sich zurzeit in Dresden befinden, sei unklar. Schulz erinnerte daran, dass sie sich nicht registrieren müssten und oft privat oder in Hotels unterkämen. „Wir gehen davon aus, dass die Zahl inzwischen bei etwa 1000 liegt“, sagte er. Die Herausforderung sei, dass Dresden ähnlich wie Berlin und Leipzig zu den Städten gehöre, in denen die Menschen zuerst ankämen. Von hier aus würden sie oft zu ihren Familien oder Bekannten weiterreisen.
Am Freitag sollen aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Leipzig 400 Geflüchtete nach Dresden gebracht werden. „Wir sind gerade dabei, Unterkünfte für sie zu finden“, sagte Schulz. Ein Teil von ihnen solle in Wohnungen und Hotels unterkommen. Die Stadt hat den „Stab für ungewöhnliche Ereignisse“ unter der Leitung von Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) aktiviert, in dem alle relevanten Ämter und Dienststellen der Stadtverwaltung vertreten sind (mit dpa).
