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Dresden passt Unterbringungskapazität für Flüchtlinge an

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Dresden passt die Unterbringung von Asylbewerbern an: Die Unterkunft in der Albertstadt an der Hermann-Mende-Straße wird Ende März 2025 geschlossen. Diese ging im Dezember 2022 in Betrieb, um kurzfristig bis zu 314 Flüchtlinge unterzubringen. Sie war in den vergangenen Monaten aber nur teilweise ausgelastet.

Gleichzeitig wurden die Plätze im Stadtzentrum aufgestockt: an der Lingnerallee finden nun mit 140 Personen doppelt so viele Asylbewerber wie bisher eine neue Bleibe. Insgesamt bleibt die Kapazität mit rund 5.600 Plätzen für Flüchtlinge in Dresden stabil.

Eine neue Einrichtung für Familien startet im Januar an der Alexander-Herzen-Straße in Klotzsche.

2024 kamen über 1.600 Asylbewerber sowie Schutzsuchende aus der Ukraine – ähnliche Zahlen erwartet man auch 2025. 

Neue Einrichtung für Personen mit Handicap

Perspektivisch wird die Stadtverwaltung Menschen mit Handicap und Pflegebedarf an einem neuen Standort unterbringen. Dafür soll das Objekt Bautzner Straße 123, das sich im Stadtteil Radeberger Vorstadt und im Eigentum der Stesad GmbH befindet, gemietet werden.

Die Immobilie bietet Platz für bis zu 35 Bewohnerinnen und Bewohner. Eine Beschlussvorlage für den Stadtrat wird derzeit vorbereitet. Bei Zustimmung könnte die Stadtverwaltung das Objekt als Mieterin im Laufe des Jahres 2025 in Betrieb nehmen.

Hier können künftig vor allem ältere Menschen sowie Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Mobilitätseinschränkungen wohnen, die derzeit noch in einer Einrichtung an der Löbtauer Straße untergebracht sind.

Kapazität

Aktuell verfügt die Stadtverwaltung über 20 Übergangswohnheime mit zusammen 1.741 Plätzen und 1.005 Wohnungen mit 3.836 Plätzen für die Unterbringung geflüchteter Menschen.

Über zwei Drittel der Asylbewerber wohnen somit dezentral in Wohnungen. Das fördere ihre Selbstbestimmung, sei vergleichsweise günstig und soll die Integration in der Nachbarschaft unterstützen, heißt es aus der Stadt. Deshalb favorisiert die Verwaltung die dezentrale Unterbringung.