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Dresden ist Kandidat für Mietpreisbremse

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Dresden ist ein Kandidat für die neue Mietpreis­bremse. Im bundes­weiten Vergleich liegt die Stadt bei der Mietstei­ge­rung auf Platz 2. Nach einem Vergleich des Portals Immowelt stiegen die Mieten in Dresden in den vergan­genen fünf Jahren um 23 Prozent. Nur in Berlin haben die Mieten noch stärker angezogen, um 48 Prozent. Der Dresdner Stadtrat hatte bereits eine Kappung der Mieterhö­hungen bei beste­henden Wohnver­hält­nissen beschlossen. Aber insbe­son­dere für Neuver­mie­tungen wäre eine Mietpreis­bremse sinnvoll, hieß es vom Mietverein. Der Bundestag hatte vergan­gene Woche die Mietpreis­bremse bei Neuver­mie­tungen auf den Weg gebracht.Stadt hat Antrag zu Kappung einge­reichtNoch ist bei der Stadt Dresden nicht bekannt, wie der Freistaat Sachsen mitder Mietpreis­bremse umgehen wird, teilte Stadt­spre­cher Kai Schulz mit. Danach kann das Land die jewei­ligen Gebiete mit angespannten Wohnungs­märkten durch Rechts­ver­ord­nung bestimmen.Bereits im Januar hat die Stadt beim Innen­mi­nis­te­rium bereits einen Antrag aufErlass einer Rechts­ver­ord­nung zu einer sogenannten Kappungs­grenze einge­reicht. Damit sollen Mieterhö­hungen bei beste­henden Mietver­trägen gedeckelt werden. Durch die Stadt Dresden wurde beantragt, das Stadt­ge­biet Dresden per Rechts­ver­ord­nung als Gebiet mit abgesenkter Kappungs­grenze auszu­weisen. Die notwen­digen Statis­tiken und Auswer­tungen wurden dem Innen­mi­nis­te­rium mit übergeben, so Stadt­spre­cher Kai Schulz.Gegebe­nen­falls kann der Freistaat Sachsen auf Grund­lage der bereitsvorlie­genden Daten entscheiden, ob Dresden zusätz­lich als Gebiet im Sinne der Mietpreis­bremse gelten muss. Dazu wird sich das Land sicher­lich äußern, sobald das Gesetz in Kraft getreten ist. Sollte das Land auf einen ausdrück­li­chen Antrag der Landes­haupt­stadt bestehen, ist dazu ein Beschluss des Stadt­rates erfor­der­lich.