Dresden investiert 630 Mio. Euro ins Abwassernetz
Die Stadtentwässerung Dresden investiert bis zum Jahr 2038 mehr als 630 Millionen Euro
in die Erweiterung ihres Abwassernetzes. Heißt: In den nächsten 15 Jahren werden jährlich 45 Millionen Euro verbaut!
Der Ausbau wird nötig, da zum einem Dresden im Jahr 2040 bis auf 603.000 Einwohner anwachsen soll. Und zum anderen haben die Halbleiter-Firmen wie BOSCH und TSMC, die sich im Dresdner Norden ansiedeln, einen enorm hohen Wasserverbrauch.
Ralf Strothteicher, Technischer Geschäftsführer der Stadtentwässerung, erklärt: „Wir rechnen bis 2030 mit einer Verdopplung der Abwässer aus Industrie und Gewerbe von aktuell 10 Millionen auf dann 20 Millionen Kubikmeter pro Jahr.“
Entstehen sollen ein komplett neuer Industriekanal nur für die Halbleiterindustrien, zudem mehr Stauraum zum Gewässerschutz, ein neuer Gasspeicher sowie u.a. auch ein
dritter Faulturm im Klärwerk in Kaditz. Letzterer soll ab 2028 errichtet werden und kostet allein 17 Millionen Euro. In den Faultürmen entsteht Bio-Gas, das in Strom umgewandelt wird. Dadurch deckt die Stadtentwässerung bereits jetzt schon zu 87 Prozent ihres eigenen Energiebedarfs fürs Klärwerk Kaditz.
Die Planungen für das Mammutprojekt beginnen jetzt, danach folgen Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen. Einige Bauarbeiten können erst 2030 beginnen, da die Grundstücke bis dahin noch vermietet sind.