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Dresden hat ein Problem mit Jugendbanden

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Gewaltbereite Jugendbanden, die Erwachsene überfallen und ausrauben, sorgen in Dresden weiter für Unruhe. Einer der jüngsten Fälle ereignete sich am Wochenende an der Königsbrücker Straße.

Dort wurde ein 32-jähriger Mann von einer Teenager-Gruppe zu Boden gerissen, geschlagen und getreten. Auch eine Glasflasche wurde eingesetzt. Die Jugendlichen hatten es auf das Portemonnaie des Mannes abgesehen. Die Polizei nahm zwei deutsche Mädchen fest - 15 und 16 Jahre alt, sowie einen 17-Jährigen Syrer.

Die Soko Iuventus hat die Ermittlungen übernommen. Die Ermittler der Sonderkommission beschäftigen sich normalerwiese mit den Überfällen von Jugendlichen auf Gleichaltrige. Zuletzt gab es aber in Dresden immer mehr Fälle, bei denen Erwachsene auf teilweise brutale Art angegriffen wurden.  

Auch in Löbtau ging die Polizei gegen eine Jugendgruppe vor, weil sie einen Mann an der Tharandter Straße attackiert hatte. Der 51-Jährige wurde in der Nacht zu Montag unvermittelt von einer Gruppierung angegriffen, wobei auch Glasflaschen und Reizgas eingesetzt wurden. Während des Angriffs wurde dem Mann die Jacke samt Portemonnaie und Handy gestohlen.

Alarmierte Polizisten stoppten kurz darauf einen Bus, in dem sich acht mutmaßliche Beteiligte im Alter von 14 bis 29 befanden. Bei einem 21-Jährigen fanden die Beamten ein Pfefferspray. Der Marokkaner stand offensichtlich unter Betäubungsmitteleinfluss. Er wurde ins Gewahrsam gebracht.

Ein 14-jähriger Libanese, ein 14-jähriger Deutscher, sowie drei 16-jährige Syrer wurden an ihre Unterkünfte oder Wohnungen verbracht. Gegen die genannten sowie zwei weitere Syrer (22, 29) wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Diebstahls ermittelt.