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Dresden gibt Gebeine aus Kolonialzeit nach Hawaii zurück

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Sachsen gibt zum ersten Mal Gebeine aus der Kolonialzeit an ein Herkunftsland zurück. Am Montagnachmittag ist dazu Vertragsunterzeichnung. Die menschlichen Überreste stammen aus dem ethnografischen Bestand der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Im konkreten Fall geht es um Gebeine aus Hawaii. Sie waren zur Kolonialzeit nach Deutschland gebracht worden.Im Museum für Völkerkunde im Japanischen Palais sind 100.000 Objekte aus allen Teilen der Welt zusammengetragen worden, darunter Skulpturen, Schmuck, Geschirr und Waffen. "So einzigartig die Exponate sind, so unweigerlich stellen sich heute Fragen nach ihrer Herkunft: Wer hat sie einst angefertigt und warum? Wie kamen sie nach Dresden? Waren sie Geschenke, wurden sie verkauft oder ihren ursprünglichen Besitzern während der Kolonialzeit geraubt?" So heißt es auf der Website.