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Dresden erinnert an Marwa El-Sherbini

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Mit einer Gedenkveranstaltung wird am Montag um 17 Uhr vor dem Dresdner Landgericht an den rassistisch motivierten Mord an Marwa El-Sherbini erinnert. Die Ägypterin war vor 15 Jahren nach einer Verhandlung vom Angeklagten brutal niedergestochen worden.

Sie hatte gegen den Mann wegen rassistischer Beleidigungen ausgesagt. Marwa El-Sherbini starb mit 31 Jahren. Der Täter wurde später wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

„Der rassistisch motivierte Mord an Marwa El-Sherbini vor fünfzehn Jahren im Landgericht Dresden markiert einen der furchtbarsten Tage in der Geschichte der sächsischen Justiz“, erklärt Sachsens Justizministerin Katja Meier.

„Dieser Mord hinterlässt Wunden, die nie vollständig heilen werden. Das Gedenken an Marwa El-Sherbini ist uns als Gesellschaft Mahnung und Auftrag für die Zukunft. Wir sind als Gesellschaft aufgerufen, die zerstörerischen und verheerenden Konsequenzen von menschenfeindlichen Ideologien für unsere Demokratie nie zu unterschätzen. Unsere auf Menschenrechte verpflichtete Verfassungsordnung muss sich diesen gefährlichen Ideologien mit der ganzen Kraft des Rechtsstaats entgegenstellen“, so Meier.

Der Park vor dem Landgericht trägt heute den Namen der Ägypterin. Auch eine Gedenktafel erinnert an die Bluttat.