Dresden erinnert an homophobes Attentat vor einem Jahr
Ein Jahr nach dem Attentat auf ein schwules Pärchen in Dresden wird am Montag an die Opfer erinnert. Um 19 Uhr will der Christopher Street Day-Verein im Bereich Schloßstraße/Rosmaringasse eine Mahnwache abhalten. Dort waren am 4. Oktober 2020 ein Tourist aus Krefeld ermordet und sein Begleiter schwer verletzt worden. Er überlebte nur knapp.
Der Täter, ein Islamist aus Syrien, wurde mittlerweile zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Oberlandesgericht in Dresden stellte dabei auch die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausschließt.
„Diese Attacke war ein Angriff auf das Grundverständnis unseres Zusammenlebens. Wir dürfen niemals akzeptieren, dass das Modell einer offenen, freiheitlichen und vielfältigen Gesellschaft angegriffen, beeinträchtigt oder ausgehöhlt wird“, erklärte die Dresdner Kulturbürgermeisterin, Annekatrin Klepsch (Linke).
Am Tatort soll demnächst auch ein Erinnerungsort für die Opfer homophober Gewalt entstehen. Dafür wird bis März ein Gestaltungskonzept erarbeitet.