Dresden baut Corona-Impfnetzwerk auf

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In Dresden erhalten derzeit Haus- und Fachärzte sowie das Impfzentrum des Freistaates die weiterentwickelten Corona-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna, die an die Omikron-Sublinie BA.1 angepasst sind. Diese sind für Auffrischungsimpfungen vorgesehen, die besonders für über 60-Jährige und die sogenannten vulnerablen Gruppen wichtig sind, teilte am Freitag die Stadtverwaltung mit. Dazu gehören ältere Personen, Männer, Raucherinnen und Raucher, Menschen mit starken Übergewicht, Personen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, chronische Lungenerkrankungen, Demenz, Zuckerkrankheit und Krebserkrankungen. Das Gesundheitsamt wird sich bei den Anti-Corona-Maßnahmen im Winter 2022/23 auf diese Menschen und Bewohner von Einrichtungen der Pflege oder Eingliederungshilfe konzentrieren. Das Impfen bleibt dabei entscheidend, vor allem, weil in Sachsen verglichen mit anderen Bundesländern die Zahl der Ungeimpften am höchsten ist.

Neu ist ab der 38. Kalenderwoche die Möglichkeit, sich in Arztpraxen mit dem ersten „Totimpfstoff“ Valneva impfen zu lassen. Dieser ist allerdings nicht an Omikron angepasst. Die EU-Kommission hat ihn für Personen zwischen 18 und 50 Jahren zugelassen. Er kann zur Grundimmunisierung verwendet werden, die zweite Dosis ist nach 28 Tagen fällig. Es handelt sich dabei um einen inaktiven Ganzvirusimpfstoff.

Mobile Impfteams für Bewohner von Einrichtungen
Ab Oktober stehen zwei mobile Impfteams der Stadt zur Verfügung, die bei Bedarf in Alten- und Pflegeheimen sowie Behinderteneinrichtungen vor Ort impfen können.
Hilfreich ist, wenn entsprechende Wünsche bereits jetzt bei der Johanniter Unfallhilfe telefonisch unter
0351-2091455 oder per E-Mail an impfteam.dresden@johanniter.de angezeigt werden. Das Johanniter-Team stimmt den Termin ab und stellt im Vorfeld digital die nötigen Unterlagen zur Verfügung, die zum Impftermin vorliegen müssen.

Impfnetzwerk wird aufgebaut
Impfungen sollen wohnungsnah angeboten werden. Vor diesem Hintergrund möchte das städtische Amt für Gesundheit und Prävention im Themenstadtplan ein Impfnetzwerk aus niedergelassenen Ärzten, Zahnärzten, Apotheken, Krankenhäusern und Impfzentren aufbauen. Hier wird um Unterstützung gebeten! Partner, die das Impfnetzwerk unterstützen und im Themenstadtplan gelistet werden wollen, sollen folgende Daten per E-Mail an gesundheitsamt-verwaltung@dresden.de übermitteln:
- Name der Einrichtung
- Anschrift
- Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder Homepage zur weiteren Information oder Terminbuchung
Natürlich bringt das Verabreichen von Impfungen einige räumliche und hygienische Anforderungen mit sich. Diese sind online zusammengestellt unter www.dresden.de/corona-impfanforderungen

Weitere Informationen
www.dresden.de/corona
www.dresden.de/corona-impfangebote