Dresden baut Berufsschule für die Halbleiterindustrie
Dresden baut eine neue Berufsschule für Elektrotechnik und soll dabei auch Unterstützung von der EU bekommen. 100 Millionen Euro Fördermittel will der Freistaat ausreichen, die finale Genehmigung der Europäischen Behörden steht aber noch aus. Das sächsische Kabinett hat den Weg dafür mit einem eigenen Beschluss am Dienstag geebnet.
Die Gesamtkosten für den Bau in Prohlis belaufen sich nach jetzigem Stand auf 136 Millionen Euro. In der Schule soll der Nachwuchs ausgebildet werden, der in den Dresdner Chipfabriken dringend gebraucht wird.
Das Gebäude wird Platz für 2.200 Berufsschüler bieten, 2028 soll dort die Ausbildung starten. Das Projekt umfasst die Errichtung des Schulgebäudes, einer Vierfeld-Sporthalle sowie von Außen- und Sportaußenanlagen.
„Wir brauchen dringend Fachkräfte für die Zukunftsbranche Elektrotechnik. Mit dem Neubau des BSZ Elektrotechnik Dresden erhöhen wir die Ausbildungskapazitäten und bieten einen hochmodernen Ausbildungsstandort. Davon profitieren die große Chipindustrie und die mittelständischen Unternehmen in Sachsen“, betonte Kultusminister Conrad Clemens und ergänzte: „Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss sind wir einen wichtigen Schritt weiter, um den Bau schnell in die Umsetzung zu bekommen.“
Um das Projekt erfolgreich voranzubringen, sind weitere Abstimmungen mit der Europäischen Kommission sowie eine offizielle Genehmigung notwendig, um es in das Förderprogramm des Freistaates Sachsen aufzunehmen.
