Großdemo in Dresden für Demokratie und Toleranz
Mit Fahnen, Bannern und Plakaten haben am Samstag Zigtausende in Dresden für Demokratie und gegen Rechtsextremismus demonstriert. An der Versammlung beteiligte sich ein breites Spektrum der Stadtgesellschaft, darunter viele Familien.
„Heute stehen wir hier zusammen, um das zu verteidigen, was uns ausmacht und verbindet - gegen jedes Fremdheitsgefühl: Wir sind gleich, weil wir alle Menschenkinder sind“, sagte der Bischof der evangelischen Landeskirche, Tobias Bilz.
Unterstützt wurde das Bündnis von vielen Prominenten, darunter der Band „Revolverheld“, dem Dresdner Electronic-Duo Ätna sowie der TV- und Theater-Schaupieler Christian Friedel. „Es ist im Moment wichtiger denn je, sich gegen Faschismus und Extremismus zu wehren“, so Revolverheld.
Laut einer Zählung des Veranstalters nahmen über 30.000 Menschen an der Demonstration teil, die sich gegen 14:30 Uhr in Bewegung setzte. Im Rahmen des Einsatzes leitete die Polizei nach eigenen Angaben ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung ein. Insgesamt seien circa 250 Beamte im Einsatz gewesen.
Ein neugegründetes, überparteiliches Bündnis hatte zu der Großdemonstration aufgerufen. Neben lokalen Vereinen, Gewerkschaften, Kirchen, Hochschulen und Wohlfahrtsverbänden beteiligten sich auch Unternehmen an dem Aktionsbündnis.
Seit gut drei Wochen gehen überall in Deutschland immer wieder Zehntausende Menschen gegen rechts und gegen die AfD auf die Straße. Auslöser war eine Recherche des Medienhauses Correctiv zu einem Treffen radikaler Rechter mit einzelnen Politikern von AfD, CDU und Werteunion im November in Potsdam.