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Drei Punkte unterm Weihnachtsbaum - Dynamo gewinnt in Bielefeld

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Dynamo Dresden hat sich pünkt­lich zum vierten Advent noch einmal mit drei Punkten beschenkt. Der Aufsteiger gewann nach zuletzt drei sieglosen Partien in Serie am Sonntag bei Arminia Biele­feld mit 2:1 (1:0) und rangiert zum Abschluss der Hinrunde mit 27 Punkten auf dem siebten Tabel­len­platz der 2. Fußball-Bundes­liga. Stefan Kutschke (14.) hatte Dresden vor 18 310 Zuschauern in der Schüco­A­rena in Führung gebracht. Nach dem zwischen­zeit­li­chen Ausgleich von Fabian Klos (55.) avancierte Pascal Testroet (81.) mit seinem Treffer zum gefei­erten Helden. „Wir haben aus einem geilen Jahr ein sensa­tio­nelles gemacht. Ich bin sehr, sehr stolz auf die Jungs“, jubelte Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus.Für den Erfolg hatte er sein Team in der Woche teilweise unter Ausschluss der Öffent­lich­keit trainieren lassen, wollte „neue Dinge auspro­bieren, mit denen wir die Arminia zu überra­schen hoffen“. Heraus kamen zwei Umstel­lungen im Vergleich zum Remis der Vorwoche: Nils Teixeira rückte für Fabian Müller auf die Position des linken Außen­ver­tei­di­gers und mit Pascal Testroet und Kutschke setzte Neuhaus erstmals in dieser Saison von Beginn an auf eine Doppel­spitze.Doch Dresden brauchte einige Zeit, sich gegen tiefste­hende Arminen Chancen zu kreieren. Es brauchte fast eine Viertel­stunde bis zur ersten Gelegen­heit, die jedoch Kutschke eiskalt nutzte. Der 1,94 Meter große Angreifer köpfte einen Eckball von Niklas Kreuzer aus fünf Metern freiste­hend zur Führung ein.Das Tor schien die Gastgeber aufzu­we­cken. Biele­feld störte die Dresdner Angriffs­be­mü­hungen nun früher und bei den Sachsen schli­chen sich immer wieder Fehler ein. Zwei dicke Patzer von Innen­ver­tei­diger Jannik Müller (29./37.) am eigenen Straf­raum ließen die Westfalen in Person von Klos und David Ulm jedoch ungenutzt.Auch nach der Pause agierten die Hausherren zunächst mit mehr Schwung, drückten Dresden immer weiter in Richtung eigenen Straf­raum. Folge­richtig fiel auch der Ausgleich: Klos blieb nach einem langen Flach­pass etwas glück­lich am Ball, lief Richtung Tor und ließ Dynamos Torwat Marvin Schwäbe aus elf Metern keine Chance.Der Ausgleichs­treffer wirkte diesmal wie ein Weckruf für die Gäste. Dresden drängte die letzte halbe Stunde mit aller Macht auf die erneute Führung, erarbeite sich eine Vielzahl von Möglich­keiten. Doch weder Marco Hartmann (63./69.) noch Testroet (67.) konnten den Ball im Gehäuse unter­bringen.In der 81. Minute zahlte sich dann die Dresdner Doppel­spitze vollends aus: Nach einer Flanke von Kutschke kam Testroet am langen Pfosten frei zum Kopfball und vollendete gegen seine ehema­ligen Kollegen zum Endstand. „Wir haben Biele­feld von der ersten Minute eigent­lich komplett an die Wand gespielt. Hatten in der zweiten Hälfte kurz eine Schwä­che­phase, wo sie auch super zurück­ge­kommen sind und dann auch den Ausgleich gemacht haben. Doch dann haben wir Moral bewiesen, weiter gearbeitet und verdient gewonnen“, resümierte der frühere Biele­felder Testroet.(dpa)

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