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Drei Feuerwehr-Einsätze binnen kurzer Zeit in Pirna

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Ein Feuerwehreinsatz nach dem anderen auf der linkselbischen Anhöhe über der Pirnaer Altstadt: Innerhalb von 24 Stunden sind Löschfahrzeuge der Feuerwehren Freitag und Sonnabend insgesamt dreimal auf den Sonnenstein beziehungsweise in den dahinter liegenden Stadtteil Cunnersdorf ausgerückt.

Zunächst war am Freitagabend eine Rauchsäule es im Schlosspark hinter dem Netto Discounter an der Struppener Straße zu sehen. Eine Passantin hatte 17.30 Uhr beim Spazierengehen den Notruf gewählt, als sie das Feuer auf dem einstigen und seit viereinhalb Jahren verlassenem Gelände einer dort früher ansässigen Bildungseinrichtung bemerkte.

Aus einem fünf Meter hohen Turm mit weißer Fassade, der einst offenbar zum Areal der Strömungsmaschinen gehörte, direkt hinter dem Domizil der ASG Anerkannte Schulgesellschaft Sachsen mbH drang dichter Qualm. Wie die mit etwa 30 Kameraden herbeigeilte Feuerwehr schnell feststelle, brannte in dem überdachten Ziegelbau allerlei Unrat, u.a. Autoreifen.

Möglich, dass in dem Gebäude früher Technik und Elektrik untergebracht war. Die Feuerwehrleute brachten den Brand zügig unter Kontrolle, inspizierten auch das Dach, in dem viel Hitze steckte. Da seit Jahren kein Strom in dem Gebäude anliegt und das Haus auf einem mittlerweile verwilderten, jedoch zugänglichen Grundstück liegt, ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung. 

Reichlich vier Stunden nach dem diesem Löscheinsatz wurde die Feuerwehr in den Stadtteil Cunnersdorf (hinter dem Sonnenstein) gerufen. Gegen 21.45 Uhr riefen Bewohner vom „Haus Wiesengrund“ mit einer Mutter-Vater-Kind-Einrichtung der Bürgerhilfe die Feuerwehr. In der Pelletheizung im Keller hatte es eine Verpuffung gegeben. Ein Brand entstand nicht. Auch hätte es keine Gefahr gegeben. Die Feuerwehr lüftete die vernebelten Räume in dem markanten in Backsteinbauweise und unter Denkmalschutz stehenden Mehrfamilienhaus mit Hochdruck, berichtet der Einsatzleiter.

Am Sonnabendnachmittag ließen piepende Rauchmelder kurz vor 16 Uhr Anwohner am Varkausring aufhorchen. In einer Wohnung im dritten Stock eines Fünfgeschossers, in der offenbar derzeit niemand wohnt und sich auch niemand aufgehalten hätte, machten vier dieser technischen Geräte, die auf dem Balkon abgelegt worden waren, Krach. Wiederum war ein Großaufgebot an Feuerwehren unterwegs. Ein Brand war nicht ausgebrochen.