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Drei aktuelle TBC-Fälle an Hoga-Schule

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An der Hoga-Schule im Dresdner Osten gibt es drei bestätigte aktuelle TBC-Fälle. Das teilte das Dresdner Gesundheitsamt am Montagnachmittag mit. Nach einem Fall im September am Gymnasium sind nun bei Umgebungsuntersuchungen die drei aktuellen Fälle aufgetreten. Der Unterricht an der Oberschule und dem Gymnasium an der Zamenhofstraße entfällt heute und morgen. Darüber hatte die Schule auch auf ihrer Website informiert. Das bestätigte auf Anfrage auch Schulleiterin Regina Kirschstein auf Anfrage. Die Eltern wurden am Freitag per E-Mail informiert.Wir Kirschstein auf unsere Anfrage mitteilte, handelte es sich bei dem Fall vom September um eine Schülerin, diese sei inzwischen genesen. Seit Freitag wird ein Lehrer im Krankenhaus behandelt, daraufhin erfolgte dann die Information aller Eltern und Schüler. Im Fall vom September wurde nur ein kleinerer Personenkreis informiert, da es deutlich weniger Kontaktpersonen gab. Zu den anderen beiden aktuellen Fällen, die das Gesundheitsamt nun öffentlich gemacht hat, konnte Frau Kirschstein keine Angaben machen. 600 Schüler und Lehrer werden untersuchtNach Angaben des Gesundheitsamtes werden 600 Schüler und Lehrer der Oberschule und des Gymnasiums vorsorglich auf Tuberkolose untersucht - heute erfolgen Blutentnahmen beim Gesundheitsamt, am Dienstag dann auch in der Schule. Zudem werden Röntgenaufnahmen ausgewertet und weitere Kontaktpersonen der Erkrankten identifiziert. TBC ist eine Infektionskrankheit, kann aber mit verschiedenen Antibiotika gut behandelt werden. Laut Stadtverwaltung ist ein Zusammenhang bei den aktuellen Fällen anzunehmen. Wie es zum Krankheitsausbruch kam, ist noch unklar. Jeder Fall werde ernst genommen, mehrere Teams des Gesundheitsamtes sind im Einsatz, teilte Gesundheitsamtsleiter Jens Heinemann mit. Die Ergebnisse der Untersuchungen liegen in wenigen Tagen vor, hieß es.Und weiter hieß es: "Sollten weitere Erkrankungsfälle festgestellt werden, wird geklärt inwieweit die Ermittlungen von Kontaktpersonen über den Radius der Schule hinaus ausgeweitet werden müssen, z. B. auf Familienangehörige. Das Gesundheitsamt wird die betroffenen Personen umgehend informieren. Menschen, die sich mit Tuberkulose angesteckt haben, werden mit einem Antibiotikum behandelt. Im Einzelfall erfolgt die Prophylaxe. Nach Ende der Ansteckungsfähigkeit ist eine normale gesellschaftliche Teilhabe wieder möglich."Was ist Tuberkulose?Tuberkulose greift vor allem die Lungen an und gilt als schwerste baktierelle Infektionskrankheit der Welt. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO starben 2015 1,4 Millionen Menschen an TBC. In Deutschland galt die Krankheit lange als ausgerottet. Tuberkulose lässt sich in der Regel medikamentös gut behandeln. Ärzte verordnen dabei eine Kombination unterschiedlicher Antibiotika.Das Dresdner Gesundheitsamt betonte allerdings, dass Tuberkulose keine hoch ansteckende Krankheit sei. In Dresden gab es in den letzten vier Jahren im Durchschnitt rund 40 Erkrankungen pro Jahr. Die Infektion erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt mit einer an Tuberkulose erkrankten Person mittels erregerhaltiger Tröpfchen über die Luft. Ob man sich angesteckt hat, ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie z. B. Häufigkeit, Dauer und Intensität des Kontakts zur erkrankten Person, Anzahl und Ansteckungsfähigkeit der freigesetzten Erreger und Empfänglichkeit gegenüber den Erregern. Selbst wenn eine Ansteckung erfolgte, bleiben über 90 Prozent der Menschen gesund. Ein tödlicher Verlauf liegt statistisch betrachtet bei unter einer Person pro Jahr in Dresden. Bei Feststellung einer Tuberkulose-Erkrankung werden die Kontaktpersonen des Patienten identifiziert. Außerdem wird das Ansteckungsrisiko bewertet. Dazu wird geprüft, wie lange der Kontakt jeweils stattgefunden hat. Nach den Richtlinien des DZK liegt ein relevantes Übertragungsrisiko erst vor, wenn zu einer ansteckungsfähig erkrankten Person ein direkter Kontakt von Angesicht zu Angesicht von mindestens acht Stunden in der Summe gegeben ist. Die Kontaktpersonen werden frühestens acht Wochen nach der eventuellen Übertragung untersucht. Vorher sind Krankheitssymptome für eine gesicherte Diagnostik noch nicht zu erwarten. Für eine Behandlung ist dies gleichwohl rechtzeitig. Denn die Inkubationszeit, d. h. die Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit, ist deutlich länger. Mehr Informationen zu TBC: http://www.dzk-tuberkulose.de/infomaterial/